Schweizerischer Verband für Pferdesport SVPS

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Die Schweizer Dressurszene im Aufschwung: Steter Tropfen höhlt den Stein

20 Juli 2015 10:56

Der Nachwuchs hat’s vorgemacht: Sie haben an ihrer Europameisterschaft im französischen Vidauban sehr gute Resultate erzielt. Zwei 6. Ränge in der Teamwertung der Juniorinnen und Jungen Reiter und sogar EM-Gold in der Kategorie Children haben die Dressurreiterinnen geholt. Aber auch die Elite schafft es immer näher an die internationale Spitze heran. Das kommt nicht von ungefähr: Die stetige Förderung des Nachwuchses und der bestehenden Elite trägt nun erste Früchte.

«Mich freuen die Erfolge des Dressurnachwuchses sehr. Das ist beste Werbung für unsere Disziplin und macht Mut und motiviert für weitere Taten», sprudelt der neue Disziplinleiter Dressur des Schweizerischen Verbands für Pferdesport, Martin Wyss, vor Optimismus. Diese Erfolge möglich gemacht hätten ein Förderungsvertrag, welcher ausserordentliche Trainings und weitere Unterstützung ermöglicht, Heidi Bemelmans, die Equipenchefin des Nachwuchses, welche viel Erfahrung, Kompetenz und Leidenschaft investiert habe, sowie erfolgshungrige Sportlerinnen und Sportler mit ihrem Umfeld.

Aber auch was die Elite angeht, ist der Disziplinleiter sehr zuversichtlich: «Wir haben derzeit eine sehr gute Ausgangslage, es in den nächsten fünf Jahren unter die besten sieben Teams der Welt zu schaffen.» 

Bereit für die EM in Aachen
Das nächste Grossereignis steht ja auch schon an. Es ist die Europameisterschaft in Aachen (GER) vom 11. bis 23. August 2015. Rund einen Monat davor bestimmt die Selektionskommission die Schweizer Reiterinnen und Reiter, die sich mit den besten Dressurreitern und ihren Pferden dort messen werden. Die erforderlichen Qualifikationen haben bereits mehr Reiterinnen erreicht, als starten dürfen. «Alleine diese Tatsache ist sehr erfreulich», meint  Wyss.

Es hebe das Leistungsniveau, wenn eine gewisse Konkurrenz bestehe und sich Reiterinnen und  Reiter gegenüber ihren Landeskolleginnen und -kollegen behaupten müssten. Wyss schätzt die Ausgangslage für das Schweizer Dressurteam an der EM Aachen zum jetzigen Zeitpunkt als sehr gut ein.

Seit kurzem ist nun auch das Leitungsteam der Disziplin Dressur wieder komplett. Der ehemalige Chef Sport, Martin Wyss, hat dessen Leitung übernommen. Und er freut sich darüber: «Mit diesem Leitungsteam können wir unsere Elite unterstützen, international unter die besten sieben zu kommen.» Für ihn war klar, dass er das Amt nur übernehmen würde, wenn ein Leitungsteam zustande käme, das an einem Strick zieht. 

Sportliche Erfahrung und Professionalität
Mit Nicola Heyser Burger als Chefin Sport ist ein in der Dressurszene bekanntes Gesicht zum Leitungsteam gestossen. Die gebürtige Deutsche lebt schon lange in der Schweiz und ist als ausgebildete Bereiterin sowie Berufstrainerin für Leistungssport die optimale Besetzung für diesen Posten. «Sie bringt grosse sportliche Erfahrung mit und hat dank ihrer Weiterbildung im Bereich  Leistungssport in Magglingen auch das nötige theoretische Wissen, kennt in anderen Sportarten erfolgreich eingesetzte Methoden. So kann sie unsere Kader sowie deren professionelle Umfelder ideal unterstützen», so der Disziplinleiter weiter.  

An den Wettkämpfen vor Ort werden die Schweizer Dressurreiterinnen ebenfalls von einer neuen Person betreut: Geneviève Pfister. Sie ist die neue Equipenchefin der Elite. Die Romande hat durch ihre Richtertätigkeit bis auf höchstem internationalem Niveau ein grosses Beziehungsnetz aufgebaut. Auch das sei sehr wichtig, erklärt Wyss. «So erfährt man aus kompetentesten Kreisen, was auf höchstem Niveau entscheidend ist.» Der Übergang von der Equipenchefin ad interim, Evelyne Niklaus, an Geneviève Pfister fand fliessend statt. Gerade eben waren beide gemeinsam am CDIO in Hagen dabei und haben die Schweizer Reiterinnen betreut.

Das Leitungsteam Dressur des SVPS ist nun wieder komplett und nicht nur das. Laut Martin Wyss arbeitet es effizient, ziel- und konsensorientiert zusammen. Klar habe es starke Charaktere darunter, und das sei gut so, man kommuniziere miteinander, jeder hört jedem zu und versucht die Argumentation des anderen nachzuvollziehen, um schliesslich einen Konsens mit der gewünschten Wirkung zu finden. «Genau diese unterschiedlichsten Kräfte vereint bringen unseren Sport weiter», ist Martin Wyss überzeugt.

Nicole Basieux

Das Leitungsteam Dressur

  • Disziplinleiter: Martin Wyss
  • Chefin Sport: Nicola Heyser Burger
  • Chefin Technik: Steffy Kuriger
  • Chefin Administration: Cordula Niklaus
  • Disziplintierarzt: Marco Hermann

Selektionen EM Aachen

Folgende Reiterinnen wurden nominiert:

  • Anna-Mengia Aerne-Caliezi, Hombrechtikon (ZH), mit Raffaelo va bene
  • Caroline Häcki, Obfelden (ZH), mit Rigoletto Royal CH
  • Marcela Krinke Susmelj, Ebikon (LU), mit Smeyers Molberg
  • Birgit Wientzek Pläge, Balm b. Günsberg (SO), mit For Compliment