Schweizerischer Verband für Pferdesport SVPS

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Jahresbericht 2014 - Disziplin Dressur: Mit soliden Leistungen im Aufwärtstrend – trotz Wirbel in der Leitung

15 März 2015 07:00

Das Jahr 2014 war für den Schweizer Dressursport ein etwas turbulentes Jahr – nicht unbedingt im Dressurviereck, aber daneben.

Im Mai traten der Chef Sport des Leitungsteams Dressur, Christian Pläge, sowie der Equipenchef Elite, Michel d’Arcis, zurück. Als neuer Chef Sport konnte Martin Wyss gewählt werden. Bevor die Suche nach einem neuen Equipenchef Elite wirklich starten konnte, trat auch Martin Walther als Disziplinleiter zurück. Der Vorstand ernannte anschliessend den Chef Wettkampfsport, Peter Christen, zum Disziplinleiter ad interim. Ebenfalls ad interim übernahm Evelyne Niklaus als Sportmanagerin des SVPS das Amt der Equipenchefin Elite, unterstützt vom restlichen Leitungsteam.

Die Suche nach einem Disziplinleiter läuft nach wie vor. Gesucht wird eine integrative unabhängige Persönlichkeit. Parallel läuft auch die Suche nach einem Equipenchef Elite. Trotz dieser vielen Wechsel ist aber im Allgemeinen eine positive Stimmung in der Disziplin zu spüren. Dies geht aus zahlreichen Gesprächen mit Reitern, Offiziellen und weiteren im Dressursport involvierten Personen hervor.

Krinke gute 16. an den Weltreiterspielen

Mit der Teilnahme an den Weltreiterspielen in Caen als Team wurde eines der Saisonziele 2014 erreicht. Zum ersten Mal seit längerem erfüllten zudem mehr Paare die Selektionskriterien, als nominiert werden konnten. Die Schweizer Equipe trat in der gleichen Besetzung an wie das Jahr zuvor an der EM in Herning. Sowohl Melanie Hofmann, Caroline Häcki als auch Marcela Krinke Susmelj erfüllten die Erwartungen, wenn auch klar war, dass mit Ausnahme von Marcela Krinke Susmelj im Moment in der Einzelwertung kein weiteres Schweizer Paar mit den Top 20 mitzuhalten vermag. Marcela Krinke Susmelj verpasste nach einer guten Leistung im Grand Prix Spezial die Qualifikation für die Kür der besten 15 Paare nur ganz knapp.

Auf dem internationalen Parkett in der Saison 2014 haben mit Antonella Joannou / Dandy de la Roche CMF CH und Patricia Schärli / Cappucino XIV ausserdem zwei neue Schweizer Paare auf sich aufmerksam gemacht. Mit Anna-Mengia Aerne wurde eine arrivierte Reiterin etwas überraschend Schweizer Meisterin der Elite – überraschend deshalb, weil sie sich mit diesem Pferd Raffaelo va Bene bisher kaum gezeigt hatte.

Aufstrebender Nachwuchs

In der Kategorie Pony konnte nun zum vierten Mal in Folge die Europameisterschaft mit einem Team beschickt werden, was schon als Fortschritt gewertet werden kann. Wie bereits an den Nationenpreisen im Vorfeld der EM wurde ein Platz im Mittelfeld erzielt. Zwei Reiterinnen erreichten das gros­se Finale und klassierten sich in den sehr guten 9. und 17. Rängen. Auch an den Schweizer Meisterschaften und späteren internationalen Dressurwettkämpfen konnte guter Sport beobachtet werden, u. a. auch Siege in Biarritz (FRA).

Die Junioren erfüllten die Erwartungen nicht, sowohl an den CDIs im Vorfeld der EM als auch an der EM selber. Es wurde nur eine Reiterin für die EM selektioniert. Im Herbst konnten dann am CDI Babenhausen wieder gute Resultate erzielt werden. 

Bei den Jungen Reitern klassierte sich das Team an der EM im Mittelfeld, es erreichte aber keine Reiterin das grosse Finale. Die erzielten Resultate waren zwar eine Steigerung im Vergleich zu 2013, aber dennoch nicht voll zufriedenstellend. Denn das Potential ist vorhanden, um mehr zu erreichen.

Mit dem neu gebildeten Kader U25+ wurde ebenfalls intensiv gearbeitet. Die Reiter erreichten gute Resultate an den CDI Vidauban, Babenhausen, Kaposvar und Biarritz. Zudem konnte erstmals eine Schweizerin in der U-25-Tour anlässlich des CHIO Aachen starten. Neu wurde eine Schweizer Meisterschaft U25+ durchgeführt, an der neun Reiterinnen teilgenommen haben. Wir sind zuversichtlich, dass die Arbeit und der Einsatz von Heidi Bemelmans, die den Nachwuchs betreut, in Zukunft Früchte tragen wird.

Lehrreiche Richterkurse

Im vergangenen Jahr fanden vier Richterkurse statt. Einer davon anlässlich der Dressurtage Bern mit dem internationalen Richter Dr. D. Schüle. Die anderen drei Kurse fanden anhand von Videoaufnahmen statt – zwei in der Deutschschweiz und einer in der Romandie. Alle Kurse kamen gut an und wurden als sehr lehrreich eingestuft. Gesamthaft haben rund 150 Personen an den verschiedenen Kursen teilgenommen.

Peter Christen, Disziplinleiter Dressur ad interim