Schweizerischer Verband für Pferdesport SVPS

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Jahresbericht 2014 - Disziplin Fahren: Erfolgreiche Einspänner

15 März 2015 07:00

Zum dritten Mal in Folge gewannen die Einspänner mit Bronze eine Mannschaftsmedaille an Weltmeisterschaften. In der Einzelwertung überzeugten alle vier Fahrer mit Plätzen unter den besten 20 bei rund 80 Startenden. Dies trotz dem kurzfristigen Ausfall eines Spitzenpferdes. Die jahrelange professionelle und fokussierte Arbeit mit Trainer Beat Schenk zahlte sich genauso aus wie die gute Betreuung der Pferde durch Disziplintierarzt Marc Trump. Die Situation bei den Einspännern ist stabil und sie werden wahrscheinlich auch in ­Zukunft die erfolgreichste Gespannsart sein.

Nicht so gut lief es den Vierspännern in der Normandie. Nur zwei Fahrer erfüllten die Selektionsvorgaben und nach dem Sturz von Werner Ulrich im Gelände kam das Team nicht in die Wertung. Der Rücktritt von Toni Stofer hinterlässt eine Lücke, wenn auch neben Werner Ulrich zwei ambitionierte Fahrer im Förderkader sind. Am Weltcup in Genf überzeugte Jérôme Voutaz mit einem guten dritten Platz und begeisterte das Publikum. Das grösste Problem bei den Vierspännern sind die grossen finanziellen Aufwendungen und der Zeitbedarf für das Training. So wird die Spitze auch in Zukunft kaum breiter werden.

Die Zweispänner hatten ein Zwischenjahr. Sie starteten zusammen mit den Einspännern am Donau-Alpenpokal und belegten einen dritten Mannschaftsrang. Allerdings ist auch hier die Spitze schmal. Beat Schenks junges Gespann entwickelte sich gut, aber Lancelot Marx lief es nicht nach Wunsch und Bruno Widmer hatte neue Pferde im Geschirr. Es ist zu hoffen, dass für 2015 ein Team an die Weltmeisterschaft entsandt werden kann.

Bei den Ponys schafften es zwei Fahrer mit regelmässig guten Leistungen ins Kader und die Aussichten, dass ein konkurrenzfähiges Team an die Weltmeisterschaft 2015 entsandt werden kann, sind intakt.

Die Schweizermeisterschaft 2014 in Zauggenried bot viel und war ein gelungenes Fahrsportfest zum Ende der Saison. Ich danke dem OK und allen Helfern für den gros­sen Einsatz. Bereits vergeben sind die Meisterschaften für 2015 in Frauenfeld und 2016 in Niederwil bei Andelfingen. Gesucht werden nun Veranstalter für 2017 und später.

Brevet auch schon für ganz Junge

Die Anzahl Prüfungen und die Starts auf nationaler Ebene sind im Vergleich zu 2013 etwas zurückgegangen. Voll- und reduzierte Vollprüfungen standen nur vier auf dem Programm, denn die Organisation ist sehr aufwändig und das finanzielle Risiko grösser als bei einer Kurzprüfung. Obwohl die FEI die Organisation von internationalen Fahrturnieren vereinfacht hat, konnten in der Schweiz keine CAI ausgetragen werden, da die Mehrkosten für den Veranstalter rund 10 000 Franken betragen und wegen der Zollvorschriften kaum Ausländer am Start sind.

Im Nachwuchsbereich wurde entschieden, das Brevet für Jugendliche so zu gestalten, dass es bereits unter 14 Jahren, jedoch ohne Fahren auf öffentlichen Strassen absolviert werden kann. Dies als Beitrag zur Nachwuchsförderung, die nach wie vor auf allen Stufen erfolgen soll.
Weiterbildungen sind für alle Offiziellen geplant, insbesondere für die Jurypräsidenten. Letztere tragen eine grosse Verantwortung und werden darum mit Kursen und Informationen unterstützt.

Nationales Reglement angepasst

Da die FEI 2014 das Fahrreglement überarbeitet hat, musste auch das nationale Reglement unter der Verantwortung von Peter Koradi als Chef Technik angepasst werden. Eine grosse Herausforderung war das neue Budget für Roland Haslebacher, Chef Administration, denn es musste nach dem Ausstieg des Diziplinsponsors in verschiedenen Bereichen angepasst werden.
Viel Aufwand gibt jeweils auch die Planung der neuen Saison. Sportchef Beat Schenk schaffte es, sie auf die Fahrerarena hin fertigzustellen. Weil internationale Turniere verschoben wurden, gab es danach noch Änderungen.

Mein erstes Jahr als Leiter Disziplin war spannend und vielseitig und ich danke meinen «Mitstreitern» im Leitungsteam für die gute Zusammenarbeit sowie allen, die sich in irgendeiner Weise für den Fahrsport eingesetzt haben.

Pius Hollenstein, Leiter Disziplin Fahren