Schweizerischer Verband für Pferdesport SVPS

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Gangpferdereiten

Gangpferde zeigen neben oder anstatt der Grundgangarten Schritt, Trab und Galopp eine oder mehrere der Sondergangarten Tölt, Pass, Paso, Foxtrott, Walk, Marcha, Rack und Slow Gait zeigen. Bis auf den Pass sind alle diese Gänge eine Variation des Schritts, also eine Viertaktgangart. Die Bewegung soll immer fliessend sein und den Reiter möglichst nicht erschüttern.

Gangpferdereiter sind Reiter, deren Pferde neben den Grundgangarten Schritt, Trab und Galopp noch über weitere Spezial-Gangarten verfügen. Meist sind diese Gangarten sehr angenehm zu sitzen. Die in Europa am weitesten verbreiteten Gangpferde sind die Islandpferde. Gangpferde kommen aber aus ganz unterschiedlichen Ländern und Regionen. Oft werden sie in der Reitweise ihres Ursprungslandes ausgebildet.

Gangpferderassen sind auf der ganzen Welt verbreitet. Hier einige Beispiele:

  • Europa: Aegidienberger (Deutschland), töltende Traber (Deutschland), Arravani (Griechenland) und das Islandpferd (Island)
  • Südamerika: Mangalarga Marchador, Paso Peruano (Peru) und Paso Fino (Kolumbien)
  • Asien: Mongolisches Pferd
  • Nordamerika: Tennessee Walking Horse als häufigste Gangpferderasse der USA, American Saddlebred Horse als älteste Rasse der USA, Missouri Foxtrotter, American Standardbred, Spotted Saddle Horse, Rocky Mountain Horse, Kentucky Mountain Saddle Horse, Mountain Pleasure Horse, Racking Horse, Gaited Morgan, North American Single-Footer, Florida Cracker Horse, Tiger Horse, Gaited Foundation Appaloosa, Walkaloosa und Canadian Pacer

Einige dieser Rassen sind noch recht junge Neuzüchtungen. Gangpferde sind genetisch zu ihrem Spezialgang veranlagt. Um die Taktreinheit zu erlangen, die das Reiten von Gangpferden so bequem macht, ist jedoch meist konsequentes Training erforderlich. Gangpferde werden grundsätzlich genauso geritten wie Dreigänger.

Die amerikanischen Gangpferde werden meist im Western- oder leicht abgewandelten Englisch-Stil geritten. Bei den europäischen Rassen herrscht die englische Reitweise vor, während die Südamerikaner meist in abgewandelter spanischer Reitweise präsentiert werden.

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