Schweizerischer Verband für Pferdesport SVPS

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Online lebt. Print aber auch.

Nadine Niklaus | 25 Januar 2016

Tags : News, Blogeintrag

Print versus Online – ein Dauerthema. Im Dschungel der Kommunikationsmittel müssen sich Fachleute entscheiden, wie sie ihre Zielgruppen mit Informationen bedienen. Die  Konsumenten wiederum wählen dann, wie und wann und in welcher Form sie die Informationen aufnehmen. Und dieses Konsumverhalten ist so unterschiedlich wie die Menschen selber.

Es geht nicht darum, ein Kommunikationsmittel mit einem anderen zu ersetzen. Vielmehr muss das Ziel sein, dass die Möglichkeiten so miteinander kombiniert werden, dass die Informationen die Menschen optimal erreichen. Für einen Verband wie den Schweizerischen Verband für Pferdesport ist es zentral und seine Pflicht, seine Mitgliederverbände über sportliche, ethische sowie tierschutzrelevante Themen, über seine Aktivitäten und Projekte, über Ausbildungsmöglichkeiten oder Anpassungen von Reglementen zu informieren. All dies zum Wohle des Pferdes, eines gut funktionierenden Pferdesports und auch im Sinne der Transparenz.

Der Verband erreicht per Printmedium auch heute noch eine grosse Zielgruppe und zusätzlich eine ungezählte Anzahl von «passiven» Lesern. Dies sind Leser, die per Zufall in einer Printzeitschrift blättern und Informationen konsumieren, gerade weil das Heft über Tage irgendwo aufliegt. Die Lösung, Print zugunsten der Online-Kommunikation abzustellen, ist eine bereits überholte Vorstellung, gerade wenn es darum geht, längere und hintergründigere Inhalte ans Publikum zu bringen. 

Die Überflutung durch Newsletter, die der Durchschnittsmensch über die letzten Jahre freiwillig oder ungeahnt abonniert hat, hilft da auch nicht weiter. Statistiken zeigen es schwarz auf weiss: Nur knapp 40 % der abonnierten Kunden öffnen den Newsletter des SVPS, überfliegen ihn rasch und nur 7 % klicken effektiv weiter auf einen Artikel. Ein zweiter Artikel wird in der Regel nicht geöffnet und der Newsletter landet im Papierkorb.

Man kann damit argumentieren, dass Informationen ausführlich auf den Webseiten vorhanden sind. Dabei geht man aber von einer Holschuld des Kunden aus. Man verlangt von ihm eine differenzierte Sicht darauf, was eventuell für ihn interessant sein könnte, und dass er nach Inhalten sucht, von denen er nicht weiss, dass sie überhaupt existieren. Diese Sicht ist gefährlich!
Informationen priorisieren und verbreiten gehört zu einem qualitativ guten Kundendienst. Das eine schliesst das andere nicht aus, sondern ergänzt es im besten Fall. Online lebt. Print aber auch.

Impression an der EM Aachen. Foto: Nadine Niklaus Impression an der EM Aachen. Foto: Nadine Niklaus

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