Schweizerischer Verband für Pferdesport SVPS

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Fördern und Fordern – um für das internationale Parkett bereit zu sein

16 Januar 2017 08:00

Die Zügel des Schweizer Dressurnachwuchses liegen seit einigen Jahren fest in den Händen der aufgestellten und sehr engagierten Deutschen Heidi Bemelmans. Dank ihr und einem Fördervertrag mit der UBS seit 2013 machen die jungen Reiterinnen und Reiter stetig Fortschritte – und die Leistungskurve zeigt klar nach oben.

Gute Stimmung im Nachwuchsteam. Gute Stimmung im Nachwuchsteam.

Heidi Bemelmans Heidi Bemelmans

Ein kurzer Rückblick: 2016 konnten die Schweizer Nachwuchsreiterinnen an internationalen Dressurturnieren viele hervorragende Platzierungen und Siege verbuchen. Auch haben sie an den Europameisterschaften im spanischen Oliva Nova (Junioren und Junge Reiter), im dänischen Vilhelmsborg (Pony) und im deutschen Ankum (U25) teilgenommen und gute Team- und Einzelresultate erritten.

2017 geht es nun darum, an diese Leistungen anzuknüpfen und weitere Fortschritte zu machen. «Die Reiterinnen und Reiter müssen sich Ziele setzen, denn der Sport wird immer anspruchsvoller», erläutert Heidi Bemelmans, die sich sehr über die erreichten Meilensteine ihrer Schützlinge freut. Es bleibt jedoch keine Zeit, sich nach Erfolgen auszuruhen, die Europameisterschaften wollen gut vorbereitet sein, und Heidi Bemelmans wünscht sich, gut vorbereitete Schweizer Reiterinnen und Reiter – und im besten Falle ganze Teams – an die Championate zu entsenden.

Nie ausgelernt
Ganz allgemein kann man auch beim Nachwuchs im Dressursport eine Tendenz zu immer höheren und besseren Prozentergebnissen an internationalen Turnieren erkennen. Auch die Nachwuchsverantwortliche treibt den Schweizer Dressurnachwuchs immer weiter an die internationale Spitze heran. Sie ist überzeugt: «Permanente Förderung ist wichtig – aber auch Fordern –, als Reiter kann man immer dazulernen.»

Die Reiterinnen und Reiter sollen so viel wie möglich von den Besten profitieren. Heidi Bemelmans legt sehr viel Wert darauf, dass ihre Schützlinge möglichst viele Inputs von aussen erhalten. Sie schwört auf positive und konstruktive Kritik. Dazu organisiert sie dank dem Fördervertrag mit der UBS das ganze Jahr über attraktive und gefragte Förderlehrgänge. Diese sind in erster Linie für die Mitglieder der nationalen Kader bestimmt. Immer mal wieder werden jedoch auch talentierte Reiterinnen und Reiter aufgeboten und eingeladen, die den Sprung in den nationalen Kader noch nicht geschafft haben. Es lohnt sich also, als junger Reiter und als junge Reiterin dranzubleiben. Der Nachwuchs profitiert sehr von den Lehrgängen und hat sich in den letzten Jahren dank diesen immer mehr im internationalen Sport etabliert.

Motivation und Teamfähigkeit
Für Heidi Bemelmans hört die Arbeit jedoch nicht auf: «Mir ist es wichtig, Fördern und Fordern in Einklang zu bringen.» Sie erarbeitet für alle Kategorien im Nachwuchs­bereich eine Jahresplanung mit Förder­lehrgängen, Vorbereitungslehrgängen zu EM-Teilnahmen, Turnierkalender mit internationalen Dressurturnieren (CDI) und Nationenpreisen (CDIO). «Ich möchte, dass die Nachwuchsreiter so viele Turniere wie möglich gemeinsam bestreiten, um den Teamgeist zu stärken und die Teamfähigkeit auch zu beobachten», ergänzt sie. Zu einem richtigen Team gehört auch die einheitliche Einkleidung der Reiterinnen und Reiter. Dies und auch die einheitlichen Sattel­decken des Förderers UBS fallen positiv auf und finden international grossen Anklang.

Bereits Anfang Januar geht es los mit den Förderlehrgängen. An diesen Anlässen hat Heidi Bemelmans die Möglichkeit, die Si­tuation in den Nachwuchskategorien zu prüfen und zu sichten. Hierbei geht es insbesondere um den aktuellen Leistungsstand. Die Reiterinnen und Reiter zeigen verschiedene Aufgaben, die gefilmt und anschliessend gemeinsam angeschaut und besprochen werden. Im März stehen dann die ersten Sichtungsprüfungen in Dielsdorf auf dem Programm. «Danach werde ich die Paare und Teams zusammenstellen, die die ersten internationalen Turniere bestreiten werden», sagt Heidi Bemelmans. 

Schweizer Meisterschaft als EM-Sichtung
Damit sich der Schweizer Dressurnachwuchs optimal für die internationalen Herausforderungen vorbereiten kann, ist er auch auf Prüfungen in der Schweiz angewiesen. Darum an dieser Stelle auch der Wunsch der Nachwuchsverantwortlichen Heidi Bemelmans: «Es wäre wirklich toll, wenn die Schweizer Veranstalter vermehrt Dressurprüfungen mit den Programmen L19 und L20 sowie M28 und M29 anbieten würden.»

Ende April geht es dann an den ersten ­Nationenpreis der Saison in Saumur (FRA). Es folgen weitere CDI-Veranstaltungen sowie Nationenpreise für alle Kategorien am CDIO Hagen (GER). Der nächste Meilenstein für den Nachwuchs steht Ende Juni auf dem Programm: Es sind die Schweizer Meisterschaften Dressur in Basel. «Dieser Anlass ist ideal und dient als Sichtung für die EM-Teilnahmen», sagt die Trainerin. Zu diesem Zeitpunkt bietet es sich an, nochmals vermehrt auf das Mental­training einzugehen: Die Leistungen sollen abrufbar sein, und die Konzentration muss sich an Turnieren und Championaten auf das Wesentliche beschränken. «Die Nachwuchsreiterinnen und -reiter müssen im Dressurviereck agieren und reagieren können», erzählt Heidi Bemelmans. «Die internationalen Anforderungen sind hoch und steigen von Jahr zu Jahr weiter.» 

Nicole Basieux

Heidi Bemelmans ist überzeugt: «Permanente Förderung ist wichtig – aber auch Fordern –, als Reiter kann man immer dazulernen.» Heidi Bemelmans ist überzeugt: «Permanente Förderung ist wichtig – aber auch Fordern –, als Reiter kann man immer dazulernen.»

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