Schweizerischer Verband für Pferdesport SVPS

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Fairer Pferdesport mit Handicap

20 Dezember 2021 09:00

Jede Sportlerin und jeder Sportler hat das Recht auf einen fairen Wettkampf, auch im Para-Sport. Doch gerade bei Menschen mit Beeinträchtigungen ist die Einteilung der Konkurrentinnen und Konkurrenten in Gruppen mit vergleichbaren funktionellen Fähigkeiten eine komplexe Angelegenheit, wie der Blick hinter die Kulissen eines «Grading» in der Para-Dressur zeigt.

Pferde haben keine Berührungsängste: Pralin wurde Matthias Keller für dieses Training zur Verfügung gestellt, betreut von Nicole Rufus vom NPZ Bern (rechts im Bild). | © SVPS/Cornelia Heimgartner Pferde haben keine Berührungsängste: Pralin wurde Matthias Keller für dieses Training zur Verfügung gestellt, betreut von Nicole Rufus vom NPZ Bern (rechts im Bild). | © SVPS/Cornelia Heimgartner

Wer die Wettkämpfe der Para Equestrian Dressage an den Paralympischen Spielen von Tokio diesen Sommer verfolgt hat, dürfte erstaunt gewesen sein, wie unterschiedlich die Einschränkungen der Reiterinnen und Reiter sind, die in derselben Gruppe gegeneinander antreten. Hier muss man zunächst verstehen, dass diese Gruppen, die sogenannten «Grades», keine Leistungskategorien im eigentlichen Sinne sind, sondern vielmehr eine Einstufung, wie stark die körperliche Funktionalität eingeschränkt ist. Ein faires «Grading» stellt daher eine enorme Herausforderung dar - eine Aufgabe, die strengen Regularien folgt und nur von erfahrenen medizinischen Fachpersonen mit entsprechender Zusatzausbildung des Welt-Pferdesportverbands (FEI) wahrgenommen werden kann. In der Schweiz sind derzeit zwei solche Fachpersonen als «Classifier» anerkannt. Das ist zum einen Christina Silagi, die sich beim SVPS um das nationale «Grading» kümmert, und zum anderen die österreichische Sportärztin Christa Walter. Letztere war Ende Oktober in Bern, um Para-Dressurreiterinnen und -Dressurreiter zu klassifizieren. Das internationale «Grading» erfolgt ausschliesslich durch die FEI auf ausdrückliches Ersuchen des SVPS.

 

Von Muskelschwäche bis Amputation

In der Schweiz bildet das «Grading» die Grundlage für die Teilnahme von Para-Pferdesportlerinnen und -sportlern an Ausbildungs-, Parasport- und Regelsportprüfungen. Para-Pferdesport bedeutet also selbstständiger Sport, und nicht etwa der Umgang mit dem Pferd im Sinne einer Therapie.

Grundsätzlich ist beim «Grading» der Grund der Beeinträchtigung nicht wichtig, jedoch muss eine Funktionseinschränkung von mindestens 15 Prozent vorliegen, um einem «Grade» zugeordnet werden zu können. Die FEI unterscheidet in ihrer Bewertungsmethodik neun Arten von Einschränkungen, die den Weg in den Pferdesport mit Handicap ebnen können: Muskelschwäche, reduzierter passiver Bewegungsumfang, Fehlen von Gliedmassen, unterschiedliche Beinlängen, Kleinwüchsigkeit, Muskelhypertonie, Ataxie, Athetose und eingeschränkte Sehfähigkeit (siehe Tabelle 1).

 

Vielschichtige Beurteilung

Was auf dem Papier so einfach klingt, ist eine hoch komplexe Angelegenheit und erfordert von der Person, die das «Grading» vornimmt, viel Fachwissen, Erfahrung und Einfühlungsvermögen. Dr. med. Christa Walter ist dem Para-Pferdesport seit rund dreissig Jahren verbunden und amtet seit über zehn Jahren als «Classifier», wie die FEI die offiziellen Fachpersonen nennt, die ein «Grading» vornehmen dürfen. «Schmerzen kann man nicht objektiv klassifizieren, da sie von jeder Person individuell und subjektiv wahrgenommen werden. Deshalb stützen wir uns beim ‹Grading› auf ein rund 50-seitiges Dokument der FEI, das sogenannte ‹Manual for Classifiers›, um eine möglichst adäquate Einteilung vornehmen zu können», erklärt die Kärntnerin.

In die Beurteilung einer Para-Sportlerin oder eines Para-Sportlers spielen verschiedene Faktoren hinein. Dem «Classifier» werden die medizinischen Akten zugestellt, und an der eigentlichen «Grading»-Sitzung vollziehen die Athletinnen und Athleten einen motorisch-koordinativen Test, um bestehende Einschränkungen zu erfassen. Das sind zum einen allgemeine Übungen zur Überprüfung der Funktionalität der einzelnen Körperteile, aber auch spezifische Bewegungen, wie sie im Reitsport erforderlich sind. Idealerweise wird diese Beurteilung noch um eine Sichtung zu Pferd ergänzt - nicht, um das reiterliche Niveau zu bewerten, sondern um zu erkennen, inwiefern sich die erfassten Einschränkungen im Machbaren im Sattel niederschlagen.

Ramona Zollinger darf als Hilfsmittel geschlossene Steigbügel mit einem Gummiband zur Fixierung am Fuss verwenden. | © SVPS/Cornelia Heimgartner Ramona Zollinger darf als Hilfsmittel geschlossene Steigbügel mit einem Gummiband zur Fixierung am Fuss verwenden. | © SVPS/Cornelia Heimgartner

«Grading» entscheidet über Hilfsmittel

Besondere Bedürfnisse erfordern besondere Massnahmen, weshalb es Para-Reiterinnen und -Reitern erlaubt ist, an pferdesportlichen Prüfungen gewisse Hilfsmittel einzusetzen, welche die Einschränkungen kompensieren sollen. Diese Hilfsmittel werden für jede Athletin bzw. jeden Athleten individuell festgelegt. Sie unterstützen bzw. ergänzen Fehlendes und stehen in keinem Zusammenhang mit den pferdesportlichen Fähigkeiten.

Zu diesen Hilfsmitteln zählen beispielsweise die Befestigung der Steigbügel am Sattelgurt, ein fester Haltegriff am Vorderzwiesel, Zügel mit Halteschlaufen, aber auch Stimmhilfen und viele andere mehr.

 

Grundausbildung und Brevet

Und jetzt kann es losgehen mit dem Turniersport? Noch nicht ganz! Wie im Regelpferdesport - so wird der Pferdesport ohne Handicap genannt - müssen Para-Dressurreiterinnen und -Dressurreiter in der Schweiz eine Brevet-Prüfung absolvieren - und davor die Diplomprüfung der Grundausbildung «Pferd» bestehen. Die Anforderungen sind dabei dieselben wie für Regelsportlerinnen und -sportler bzw. muss dasselbe Wissen und Können bewiesen werden. Wie das geht? Mit viel Einsatz und Erfahrung ist - fast - alles möglich! Ist ein Para-Dressurreiter beispielsweise auf einen Rollstuhl angewiesen, darf er sich von einer Begleitperson schieben lassen, um das Pferd vorzutraben; verhindert sein Handicap dies, kann die Begleitperson das Pferd vorstellen, muss jedoch den Anweisungen des zu prüfenden Para-Reiters Folge leisten. Kandidatinnen und Kandidaten, welche die Grundausbildung oder das Brevet absolvieren möchten, wenden sich an die Geschäftsstelle des SVPS, Abteilung Lizenzen und Brevets, wo man ihnen alle nötigen Auskünfte erteilen kann bezüglich der Prüfungsmodalitäten. Hier wird jede Anfrage individuell beurteilt.

An der Reitprüfung reiten die Para-Athletinnen und -Athleten, die in den «Grades» I bis III klassiert sind, einen von der FEI erarbeiteten Para-Test, der ihrem «Grade» und dem Schwierigkeitsgrad der Prüfung entspricht. Natürlich können sie dabei die im Rahmen des «Grading» festgelegten Hilfsmittel einsetzen. Dies ist auch später der Fall, wenn Para-Reiterinnen und -Reiter an regelsportlichen Turnieren antreten - denn in der Schweiz werden bisher noch keine ausschliesslich Para-Sportlerinnen und -Sportlern vorbehaltene nationale Dressurprüfungen angeboten. Ein Systemfehler, den Giselle Mahler als Leiterin der Disziplin Para-Dressur beim SVPS im kommenden Jahr angehen möchte: «Wer den Schritt vom turniersportlichen Para-Dressurreiten in unsere nationalen Kader schaffen möchte, muss die Möglichkeit erhalten, in der Schweiz Turniererfahrung zu sammeln. Während Reiterinnen und Reiter, die in den ‹Grades› IV und V klassiert sind, noch mit ihren Hilfsmitteln im Regelsport antreten können, ist dies für jene in den ‹Grades› I bis III nicht möglich, da sie nur Schritt oder Schritt und Trab reiten, nicht jedoch Galopp. Hier müssen wir gute Lösungen finden, um nachrückenden Para-Athletinnen und -Athleten Startmöglichkeiten in der Schweiz zu bieten. Ansonsten müssen sie gleich an internationalen Turnieren antreten, was jedoch erst ab dem vollendeten 14. Altersjahr zulässig ist. Deshalb ist in der Para-Dressur in den ‹Grades› I bis III keine nachhaltige, leistungssportliche Nachwuchsförderung möglich.»

 

Schweizer Para-Dressursport im Aufwind

Zurück nach Bern, zum «Grading» mit Dr. med. Christa Walter. Insgesamt acht Athletinnen und Athleten haben sich zu dem Anlass eingefunden. Organisiert wurde er von der Vereinigung «Pferdesport mit Handicap», die sich um den Basissport kümmert. So unterschiedlich die Einschränkungen all dieser Reiterinnen und Reiter auch sein mögen (siehe Porträts in den Kästen), zwei Dinge haben sie alle gemeinsam: die tiefe Verbundenheit zum Pferd und den festen Willen, die eigenen sportlichen Grenzen neu zu definieren. Das bietet mittel- und langfristig neue, erfreuliche Perspektiven für den Schweizer Para-Dressursport.

Die Disziplinleiterin der Para-Dressur Giselle Mahler freut sich über die positive Entwicklung im Schweizer Para-Dressursport, betont aber gleichzeitig: «Es ist nochmals ein riesiger Schritt vom nationalen Turniersport in den internationalen Leistungssport, für den wir als SVPS-Disziplin zuständig sind. Die Mitgliedschaft in einem unserer nationalen Kader erfordert ein enormes Engagement von den Athletinnen und Athleten - im Para-Sport noch viel mehr als im Regelsport. Auch muss, wer sich für ein SVPS-Kader empfehlen will, über ein entsprechendes Pferd verfügen. Sind aber all diese Komponenten gegeben, freuen wir uns über jede Athletin und jeden Athleten, der diese Herausforderung gerade im Para-Dressursport annehmen kann und will.»

Cornelia Heimgartner

Matthias Keller reitet mit einem Sitzgurt mit festem Haltegriff. Prüfungen werden in seinem «Grade» nur im Schritt geritten, Stimmhilfen des Reiters sind erlaubt. | © SVPS/Cornelia Heimgartner Matthias Keller reitet mit einem Sitzgurt mit festem Haltegriff. Prüfungen werden in seinem «Grade» nur im Schritt geritten, Stimmhilfen des Reiters sind erlaubt. | © SVPS/Cornelia Heimgartner

Matthias Keller

ist 34 Jahre alt und seit Geburt von einer zerebralen Bewegungsstörung betroffen, weshalb er sich im Rollstuhl fortbewegt. Sein reiterlicher Werdegang führte ihn über die Hippotherapie zum Reitsport, wo er sich nun gezielt sportlich weiterentwickeln möchte: «Das Pferd kann mir helfen, mich zu bewegen und mein Körperbewusstsein zu schulen. Ich möchte nun aber vom Therapiegedanken wegkommen und in den Sport einsteigen. Mein nächstes grosses Ziel ist das Diplom der Grundausbildung ‹Pferd› des SVPS.» Der Bürofachmann aus Lupfig wurde im «Grade I» klassiert.

Ramona Zollinger und Coronado, ein Armeepferd, das ihr vom NPZ Bern für dieses Training zur Verfügung gestellt wurde. | SVPS/Cornelia Heimgartner Ramona Zollinger und Coronado, ein Armeepferd, das ihr vom NPZ Bern für dieses Training zur Verfügung gestellt wurde. | SVPS/Cornelia Heimgartner

Ramona Zollinger

reitet schon ein halbes Leben lang, war zwischenzeitlich sogar stolze Pferdebesitzerin. Doch dann veränderte ein Arbeitsunfall - ein Sturz von der Leiter - das Leben der Speditionsfachfrau drastisch. Seither ist sie auf den Rollstuhl angewiesen. Dennoch sass sie schon ein halbes Jahr nach dem Unfall wieder auf dem Pferd - ein geführter Ausritt, der ihr zeigte, dass es Perspektiven gibt: «Wieder auf dem Pferd zu sitzen, tat meinem Kopf und meinem Körper gut. Und schnell war mir klar: Ich will mehr!» Ihr Ziel ist es, dereinst wieder Turnierluft zu schnuppern - natürlich nicht im Springparcours, sondern in der Para-Dressur. Und wie es sich für eine richtige Sportlerin gehört, dürfen auch die Träume nicht fehlen: «Einmal für die Schweiz an den Paralympischen Spielen anzutreten, das wäre was!», schwärmt Ramona Zollinger mit strahlenden Augen. Für den Para-Sport wurde sie im «Grade II» klassiert.

Heidi Ammann Birrer mit Laviado. Auch in schweren Zeiten geben ihr die Pferde die Kraft, weiterzukämpfen. | © SVPS/Cornelia Heimgartner Heidi Ammann Birrer mit Laviado. Auch in schweren Zeiten geben ihr die Pferde die Kraft, weiterzukämpfen. | © SVPS/Cornelia Heimgartner

Heidi Ammann Birrer

Dass der Weg zum Erreichen der eigenen Träume und Ziele - ganz besonders im Parasport - manchmal einer Achterbahn gleicht, das musste Heidi Ammann Birrer buchstäblich am eigenen Leib erfahren. Vor bald 20 Jahren wurde bei ihr Multiple Sklerose diagnostiziert, eine Krankheit, die sich bei ihr mit Sehverlust und Schwäche in den Extremitäten äusserte. Das Augenlicht kam zurück, die Schwäche in Händen und Beinen blieb, begleitet von unkontrollierbaren spastischen Muskelkrämpfen. Über das therapeutische Reiten fand die Aargauerin den Weg in den Pferdesport mit Handicap und absolvierte nach ihrem ersten «Grading» das Brevet. Kurz darauf hatte sie das Glück, dass ihr ein Sportpferd zur Verfügung gestellt wurde, doch ganz so einfach und nahtlos verlief der Pferdewechsel nicht: «Da ich kaum Kraft in den Händen und Beinen habe, bin ich auf ein sehr fein und ehrlich ausgebildetes Pferd angewiesen. Es hat damals einige Zeit gedauert, bis mein vierbeiniger Partner und ich einander gefunden haben, denn obwohl das Pferd hoch talentiert war - eine solch dezente Einwirkung war es nicht gewohnt.» Dennoch erritt Heidi Ammann Birrer mit dem Wallach die Dressurlizenz und nahm im Regelsport an Turnieren bis zur Klasse M teil. Doch dann zogen die Besitzer des Pferdes ins Ausland und nahmen den Wallach mit - die Para-Athletin stand ohne Pferd da. Als dann wieder ein Sportpferd den Weg in ihren Stall fand, zeigte sich erneut, dass der Weg zum feinen Reiten, wie es der Para-Dressursport verlangt, auch für bereits turniererprobte und erfolgreiche Pferde aufwendig und steinig ist. «Im Regelsport können Ausbildungsmängel mit Druck und Kraft kaschiert werden. Das ist im Para-Dressursport nicht möglich. Deshalb musste ich auch bei diesem Pferd in der Ausbildung nochmals viele Schritte zurückgehen, was meine sportliche Karriere natürlich bremste. Aber bei mir steht das Pferd im Vordergrund. Es soll das, was es mit mir tut, gerne machen - sonst macht es auch mir keine Freude.» Nichtsdestotrotz wurde Heidi Ammann Birrer 2021 erneut ins Schweizer Perspektivkader der Para-Dressur ernannt. Doch ein Krankheitsschub ihrer Multiplen Sklerose verunmöglichte es ihr in der abgelaufenen Saison zeitweise überhaupt zu reiten, geschweige denn an Turnieren ihr Leistungspotenzial abzurufen. Ausserdem hat die jahrelange Einnahme von hohen Dosen an Cortison ihre Spuren im Körper hinterlassen. So hat Heidi Ammann Birrer aufgrund des durch die Medikamente gestörten Stoffwechsels noch heute mit Gewichtsproblemen zu kämpfen: «Der Wille ist da, aber der Körper macht einfach nicht mit. Das ist frustrierend und belastet mich nicht zuletzt auch psychisch stark. Dank guter therapeutischer Betreuung komme ich nun wieder ohne Medikamente zurecht, aber mein Stoffwechsel braucht noch eine Weile, bis er wieder im Gleichgewicht ist.» Da sich ihre Einschränkungen mit dem Krankheitsschub verstärkt haben, wurde sie in Bern von Dr. med. Christa Walter in einen sogenannten «Re-Grading» neu beurteilt. Sie wurde knapp noch im «Grade IV» klassiert, worüber sie froh ist, denn: «Im ‹Grade III› wird in der Aufgabenstellung Schritt und Trab verlangt. Im ‹Grade IV› hingegen gibt es Lektionen im Galopp, eine Gangart, die meinem Körper eher entgegenkommt.» Kurzfristige sportliche Ziele stehen für Heidi Ammann Birrer im Moment noch im Hintergrund. Sie ist schon froh, kann sie jeden Morgen aufstehen und zu den Pferden gehen: «Kälte löst in meinem Körper Spasmen aus, deshalb ist der Winter keine angenehme Jahreszeit für mich. Für jeden Handgriff brauche ich mehr Zeit und dazwischen häufigere und längere Pausen.» Doch einen sportlichen Traum hat die 50-Jährige noch: «Eines Tages möchte ich an einem Turnier im Galopp in die Prüfung einreiten können!»

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