Schweizerischer Verband für Pferdesport SVPS

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Para-Dressage
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Para-Dressur auf der grossen Bühne des CSIO St. Gallen

10 Juni 2022 10:40

Flore Espina und Nesquik | © Katja Stuppia Flore Espina und Nesquik | © Katja Stuppia

Im Rahmen des CSIO5* von St. Gallen und in Zusammenarbeit mit der SUVA war die Disziplin Para-Dressur des SVPS eingeladen, ihr Sportprogramm auf dem tollen Gelände des Gründenmoos zu präsentieren.

Die Para-Dressur ist beim breiten Pferdesportpublikum leider oft wenig bekannt. Das ist schade, denn diese Pferdesportdisziplin erfordert eine enge Verbundenheit zwischen dem Pferd und den Reiterinnen und Reitern mit Einschränkungen. Es war daher eine wichtige Gelegenheit, aber auch eine grosse Herausforderung für die anwesenden Paare, diese Sportart im grossen Stadion des Gründenmoos zu präsentieren.

Flore Espina, Para-Dressurreiterin des Elitekaders im Grade V, reiste ohne ihr Kaderpferd an, das in Spanien stationiert ist. Sie konnte jedoch auf Nesquik zählen, einen 11-jährigen Trakehner, der ihr freundlicherweise von seiner Besitzerin Jasmina Moser zur Verfügung gestellt wurde. Sie zeigte verschiedene Basisdressurübungen, die für sie – aber auch für das Pferd – aufgrund ihrer körperlichen Einschränkungen bereits technische Herausforderungen darstellen. Sie muss der Anlehnung und der grundlegenden Hilfengebung ganz besondere Beachtung schenken, damit das Pferd korrekt auf ihre Einwirkung reagieren kann. Dabei war es eine zusätzliche Herausforderung, dies mit einem «Leihpferd» zu schaffen, aber Nesquik kam den Aufforderungen seiner ungewohnten Reiterin wunderbar nach.

Jana Kaufmann ist eine junge Para-Dressurreiterin des Nachwuchsförderprogramms im Grade IV. Die knapp 13-jährige Amazone präsentierte mit ihrer 18-jährigen deutschen Stute Romina das Dressurprogramm, das sie für den Tag der Jugend vorbereitet – eine Prüfung, in der sie gegen andere junge Einsteigerinnen und Einsteiger des Regelsports, also Dressurreiterinnen und -reiter ohne Einschränkungen, antritt. Sie kann dabei gewisse kompensatorische Hilfsmittel einsetzen, die von Fachleuten der Para-Dressur – sie werden mit dem englischen Begriff «Classifier» benannt – definiert werden. Sie wird aber nach denselben Kriterien gerichtet wie die regelsportlichen Reiterinnen und Reiter in der gleichen Prüfung.

Es ist eine grosse Chance für die Disziplin Para-Dressur, sich auf einer solchen Veranstaltung präsentieren zu dürfen. Herzlichen Dank an alle, die dieses Erlebnis möglich gemacht haben!

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