Schweizerischer Verband für Pferdesport SVPS

Schweizerischer Verband für Pferdesport SVPS

Menü
Springen
Springen

«Drei Fragen an…»: Michel Sorg, Equipenchef Springen Elite

26 September 2022 10:30

Die Freiluftsaison neigt sich dem Ende zu und ein wichtiger Höhepunkt des Jahres steht vor der Tür: der Nationenpreisfinal im spanischen Barcelona. Michel Sorg, Equipenchef Springen Elite, erläutert im Gespräch, weshalb dieser Final so wichtig ist, und wie die Saison weitergeht.

Mit der Interview-Serie «Drei Fragen an…» begleitet der Schweizerische Verband für Pferdesport die Springreiterinnen und Springreiter wie auch ihre Entourage über die gesamte Saison und gewährt spannende Einblicke hinter die Kulissen dieses faszinierenden Sports.

Michel Sorg, Equipenchef Springen Elite (Bild: Clément Grandjean) Michel Sorg, Equipenchef Springen Elite (Bild: Clément Grandjean)

Michel Sorg, am 29. September beginnt der Nationenpreisfinal in Barcelona. Wie sieht deine Bilanz der diesjährigen Nationenpreissaison aus?

Die Bilanz der Weltcupsaison fällt dieses Jahr wirklich gut aus. An den CSIO5* konnten wir tolle Erfolge verbuchen, insbesondere natürlich der Heimsieg in St. Gallen als Highlight des Jahres. Von den sieben Nationenpreisen auf 5*-Niveau haben wir vier Mal einen Podestplatz erreicht (Anm. d. Red.: Platz 1 in St. Gallen, Platz 2 in Calgary, Platz 3 in Sopot und Dublin). Auch auf 3*-Niveau haben wir gute Resultate erzielt – vier Podestplätzen bei vier Teilnahmen (Anm. d. Red.: Platz 1 in Mannheim, Platz 2 in Budapest, Platz 3 in Gorla Minore und Bratislava). Das ist alles sehr erfreulich, aber heute müssen wir nach vorne schauen und uns auf den Nationenpreisfinal in Barcelona konzentrieren.

 

Da steht viel auf dem Spiel …

Das ist richtig. Zum einen ist es der Final der Longines-Nationenpreisserie der Division 1 – den will jeder gewinnen. Zum anderen wird dieses Jahr auch ein Olympia-Ticket vergeben. An der Weltmeisterschaft in Herning haben wir mit dem 8. Rang den Team-Quotenplatz für Paris 2024 verpasst. Das möchten wir in Barcelona nachholen (Anm. d. Red.: Dazu muss die Schweiz die beste der nach der WM nicht qualifizierten Nationen sein. Bereits qualifiziert sind: Deutschland, Frankreich, Grossbritannien, Irland, die Niederlande und Schweden). Wir treten in Barcelona mit einem sehr starken Team an, nämlich mit Martin Fuchs und Conner Jei, Steve Guerdat und Venard de Cerisy, Edouard Schmitz und Quno, Pius Schwizer und Vancouver de Lanlore sowie Niklaus Rutschi und Cardano CH. Die Konkurrenz schläft nicht, aber wir sind bereit!

 

Nach Barcelona stehen im Oktober und November noch drei Nationenpreise auf dem Programm: der CSIO4* in Rabat (MAR) und die CSIO3* in Vejer de la Frontera (ESP) und in Vilamoura (POR). Welche Reiterinnen und Reiter hast du hierfür selektioniert?

In Rabat werden Barbara Schnieper, Elian Baumann, Niklaus Schurtenberger und – erstmals für die Schweiz am Start – Edy Tanner antreten. Sie werden zudem auch an den beiden anderen Turnieren der Morocco Royal Tour in Tetouan und El Jadida starten. In Vejer und Vilamoura werden jeweils die folgenden vier Reiterinnen und Reiter die Schweizer Farben vertreten: Aurelia Loser, Romain Duguet, Yannick Jorand und Peter Bleiker – auch er zum ersten Mal im roten Jackett. Alain Jufer ergänzt das Team in Spanien, Christian Tardy begleitet uns nach Portugal – auch für ihn eine Premiere. Dieses Jahr – und das ist sehr positiv zu werten – haben Thomas Fuchs und ich insgesamt 20 verschiedene Reiterinnen und Reiterinnen sowie 31 verschiedene Paare für Nationenpreise auf 3*-, 4*- und 5*-Niveau selektioniert. Mit Beginn unserer Zusammenarbeit im Jahr 2020 haben wir unsere Absicht geäussert, möglichst vielen Reiterinnen und Reitern eine Chance zu geben und die «Belegschaft rotieren zu lassen». Wir werden diesen Weg weiterverfolgen und Routiniers mit Nachwuchstalenten und «Newcomern» mischen.

Diese Webseite benutzt Cookies für Statistiken, zur Seitenoptimierung und für zielgerichtetes Marketing. Mit der weiteren Benutzung dieser Seite akzeptieren Sie den Einsatz von Cookies zu diesen Zwecken. Lesen Sie hier mehr.