Schweizerischer Verband für Pferdesport SVPS

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«Drei Fragen an…»: Michel Sorg, Equipenchef Springen Elite

03 Mai 2022 20:00

Die Nationenpreis-Saison beginnt am Donnerstag, den 5. Mai 2022, in La Baule. Zur gleichen Zeit findet in Mannheim die erste Runde des EEF Series-Circuit statt. Danach folgen Bratislava (EEF Series), St. Gallen und Sopot (Division 1). Viele Termine stehen damit auf dem Programm, wobei die Weltmeisterschaften in Herning im August aber im Mittelpunkt stehen. Michel Sorg, Equipenchef Springen Elite blickt voraus auf die kommende Freiluftsaison.

Mit der Interview-Serie «Drei Fragen an…» begleitet der Schweizerische Verband für Pferdesport die Springreiterinnen und Springreiter wie auch ihre Entourage über die gesamte Saison und gewährt spannende Einblicke hinter die Kulissen dieses faszinierenden Sports.

Nationenpreis La Baule Über dem Wassergraben von La Baule (Bild: FEI/Martin Dokoupil)

Michel Sorg, die Nationenpreis-Saison beginnt. Das ist immer ein besonderer Moment...

In der Tat sind die Nationenpreise die Essenz unseres Sports und wir alle erwarten den Beginn dieser Serie jedes Jahr mit grosser Vorfreude. Die Hallensaison fand mit dem Sieg von Martin Fuchs, Chaplin und The Sinner beim Weltcup-Finale in Leipzig ein krönendes Ende. Nun konzentrieren wir uns nun auf die Freiluft-Saison.

Unser Hauptziel sind natürlich die Weltmeisterschaften in Herning im August. Dort wollen wir uns frühzeitig für die Olympischen Spiele in Paris 2024 qualifizieren. Dafür muss ein Rang in den Top fünf erreicht werden. Die CSIOs sind nicht nur aus sportlicher Sicht wichtig, sondern auch aus menschlicher Sicht, um eine eingeschworene Gruppe und den berühmten Swiss Team Spirit zu schaffen, den ich so oft erwähne. Die Reiterinnen und Reiter sowie das Betreuerteam/die Entourage bestehend aus unserem Coach Thomas Fuchs, unserem Tierarzt Marc Oertly, unserem Hufschmied Julien Houser und den Grooms, den Pferdebesitzern und den Begleitpersonen – sie alle sind Teil dieses Teams. Es ist diese Gesamtheit, die den Erfolg eines Teams ausmacht.

Nationenpreis La Baule 2021 gewinnt die Schweizer Equipe den Nationenpreis von La Baule (Bild: FEI/Martin Dokoupil)

Welche Equipen werdet Ihr bei den ersten beiden Stationen in La Baule und Mannheim aufstellen?

Wir stellen zwei sehr starke Equipen auf. In La Baule, wo wir unseren letztjährigen Titel verteidigen, werden Martin Fuchs, Steve Guerdat, Bryan Balsiger, Elian Baumann und Edouard Schmitz – er ist zum ersten Mal unter den fünf Reitern, die für ein CSIO5* ausgewählt wurden – die Equipe bilden. Wir haben noch nicht entschieden, welches Quartett schliesslich reiten wird. Darüber hinaus wurde Dominik Fuhrer, der amtierende Schweizermeister der Elite, als Einzelreiter ausgewählt. Er hat in den letzten Wochen sehr gute Ergebnisse bei CSIs erzielt und ich freue mich sehr, dass er mit uns in La Baule sein wird.

In Mannheim haben wir uns für Barbara Schnieper, Elin Ott, Alain Jufer, Niklaus Schurtenberger und Edwin Smits entschieden. Die 3-Sterne CSIOs der EEF-Serie sind für Thomas Fuchs und mich sehr wichtig. Dies nicht nur in sportlicher Hinsicht, da diese Tour für uns einen hohen Stellenwert hat, sondern auch, weil sie uns die Möglichkeit gibt, einer grösseren Anzahl von Paaren eine Startmöglichkeit zu geben und sie im Hinblick auf noch wichtigere Turniere zu beurteilen.

Wir brauchen mehrere leistungsstarke Paare, denn ein CSIO folgt auf den anderen: Als nächstes steht Bratislava (EEF Series) an, dann – für uns ganz wichtig – der CSIO5* in St. Gallen und drei Tage später bereits der CSIO5* in Sopot. Danach folgen Gorla Minore, Aachen, Falsterbo, die Weltmeisterschaften, Dublin, Calgary... Die Termine folgen Schlag auf Schlag!

Zum Erfolg gehört immer eine ganze Equipe (Bild: FEI/Martin Dokoupil) Zum Erfolg gehört immer eine ganze Equipe (Bild: FEI/Martin Dokoupil)

Ist es Euer Ziel, während des Jahres möglichst vielen Paaren eine Chance zu geben?

Seit Beginn unserer Zusammenarbeit im Jahr 2020 haben Thomas Fuchs und ich immer gesagt, dass wir so vielen Athletinnen und Athleten wie möglich die Chance geben wollen, die rote Jacke zu tragen. Egal, ob es sich dabei um erfahrene Paare, neue Paare oder junge Talente handelt. Natürlich verfolgen wir diese Strategie weiter und allein für La Baule, Mannheim und Bratislava haben wir 15 verschiedene Reiter-Pferd-Paare ausgewählt.

Wir dürfen und müssen heute säen, was wir morgen ernten wollen. Es gibt zahlreiche wichtige Turniere, wobei unser Hauptziel die Championate und die 5-Sterne CSIOs sind. Die 3-Sterne CSIOs sind für uns aber wichtige Meilensteine, um dieses grosse Ziel zu erreichen und das Schweizer Team so breit wie möglich aufzustellen und für die Zukunft aufzubauen.

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