Schweizerischer Verband für Pferdesport SVPS

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«Drei Fragen an…»: Thomas Fuchs

01 Juni 2022 10:00

Einst selbst erfolgreicher internationaler Springreiter mit einem eindrücklichen Palmarès an Welt- und Europameisterschaften arbeitet Thomas Fuchs bereits seit mehreren Jahren ebenso erfolgreich als technischer Coach des Schweizers Elite Kaders. In seiner Funktion betreut er die Athleten auch vor, während und nach grossen Turnieren. Der CSIO St. Gallen ist für die Schweizer Springreiter eines der Hauptziele der Saison.

Mit der Interview-Serie «Drei Fragen an…» begleitet der Schweizerische Verband für Pferdesport die Springreiterinnen und Springreiter wie auch ihre Entourage über die gesamte Saison und gewährt spannende Einblicke hinter die Kulissen dieses faszinierenden Sports.

Thomas Fuchs anlässlich der EM in Göteborg 2017 (Bild: Nicole Basieux/SVPS) Thomas Fuchs anlässlich der EM in Göteborg 2017 (Bild: Nicole Basieux/SVPS)

Thomas Fuchs, wie wichtig ist es für die Schweiz, ein Turnier wie den CSIO in St. Gallen durchzuführen?

Der Heim-CSIO ist für die Schweizer Springreiterinnen und -reiter natürlich etwas vom Wichtigsten. Grundsätzlich darf jedes Land einen bis zwei Nationenpreise durchführen. Jetzt, wo wir uns in der obersten Liga des Springsports bewegen, bildet St. Gallen eines der Hauptziele der Saison, denn er ist einer von vier CSIOs, welche für den Nationenpreis-Final in Barcelona zählen. Die Starts in St. Gallen sind aber nicht nur aus sportlicher, sondern auch aus emotionaler Sicht wichtig, da es eines der grössten Turniere auf Schweizer Boden ist. Die Stimmung im Gründenmoos ist einmalig.

CSIO St. Gallen 2021 (v.l.n.r.) Equipenchef Michel Sorg, Martin Fuchs, Steve Guerdat, Bryan Balsiger , Beat Mändli, Coach Thomas Fuchs (Bild: Katja Stuppia) CSIO St. Gallen 2021 (v.l.n.r.) Equipenchef Michel Sorg, Martin Fuchs, Steve Guerdat, Bryan Balsiger , Beat Mändli, Coach Thomas Fuchs (Bild: Katja Stuppia)

Für die Freiluftsaison 2022 steht vieles auf dem Programm: zahlreiche Nationenpreise, dann hoffentlich die Qualifikation für die OS (Paris) an der Weltmeisterschaft. Welche Chancen sehen Sie für die Schweiz?

Obwohl wir auf bisher gute Resultate zurückblicken können, steht auch die Schweiz vor Herausforderungen. Die Zahl der Reiterinnen und Reiter, welche wir an die 5*-Nationenpreise mitschicken können, ist begrenzt. Es ist das Ziel von Michel Sorg (Chef D’Equipe) und mir, möglichst jeder vielversprechenden Athletin und jedem talentierten Athleten einen Startplatz an einem CSIO zu ermöglichen. Damit können wir auch herausfinden, welche Paare wir schlussendlich für die WM nominieren werden. Die Schweiz durfte in den letzten Jahren auf einige sehr gute junge Reiterinnen und Reiter zählen. Einigen von ihnen werden wir 2022 die Chance geben, um die grossen CSIOs mitzureiten. Das wird in St. Gallen zum Beispiel Edouard Schmitz sein, der bisher noch nie einen 5* Nationenpreis geritten ist.

Siegreich in Riesenbeck (GER) 2021: Die Schweizer Equipe holt sich den EM Titel in der Teamwertung. V.l.n.r.: Elian Baumann, Bryan Balsiger, Martin Fuchs, Steve Guerdat, Michel Sorg (Equipenchef), Thomas Fuchs (Coach) Siegreich in Riesenbeck (GER) 2021: Die Schweizer Equipe holt sich den EM Titel in der Teamwertung. V.l.n.r.: Elian Baumann, Bryan Balsiger, Martin Fuchs, Steve Guerdat, Michel Sorg (Equipenchef), Thomas Fuchs (Coach)

Was schätzen Sie an der Zusammenarbeit mit Michel Sorg, dem Chef d’Equipe?

Wir verstehen einander sehr gut und verfolgen eine ähnliche Philosophie. Natürlich sind sportliche Resultate für uns sehr wichtig, aber wir versuchen, bei der Planung nicht kurzsichtig zu denken. Die Einteilung der Reiterinnen und Reiter muss gut und fair überlegt sein. Michel Sorg und ich sind in regem Austausch und besprechen alle Schritte gemeinsam. Die letzte Entscheidung liegt natürlich bei ihm, aber bisher waren wir uns im Grundsatz immer einig. Ich schätze, dass wir offen und transparent miteinander umgehen. Mit dieser Herangehensweise durften wir gemeinsam mit den Athletinnen und Athleten einige schöne Erfolge feiern.

Herzlichen Dank, Thomas Fuchs, für das Gespräch.

Ein kleiner Rückblick auf einige Stationen der Karriere von Thomas Fuchs als aktiver Springreiter

Empfang des siegreichen EM-Teams von Hickstead (GBR) 1983. V.l.n.r.: Rolf Münger (Equipenchef), Thomas Fuchs, Willi Melliger und Walther Gabathuler (Bild: Roland von Siebenthal/SVPS) Empfang des siegreichen EM-Teams von Hickstead (GBR) 1983. V.l.n.r.: Rolf Münger (Equipenchef), Thomas Fuchs, Willi Melliger und Walther Gabathuler (Bild: Roland von Siebenthal/SVPS)

Arthur Schmid mit Thomas Fuchs auf Dylano, Schweizermeister in Brugg 1993 (Bild: Roland von Siebenthal/SVPS) Arthur Schmid mit Thomas Fuchs auf Dylano, Schweizermeister in Brugg 1993 (Bild: Roland von Siebenthal/SVPS)

Team Europameister Gijon 1993. Willi Melliger, Thomas Fuchs, Stefan Lauber und Lesley McNaught Mändli sowie Equipenchef Martin Walther (Roland von Siebenthal/SVP) Team Europameister Gijon 1993. Willi Melliger, Thomas Fuchs, Stefan Lauber und Lesley McNaught Mändli sowie Equipenchef Martin Walther (Roland von Siebenthal/SVP)

Olympische Spiele Seoul 1988, Thomas Fuchs auf Dollar Girl (Archiv Max E. Ammann) Olympische Spiele Seoul 1988, Thomas Fuchs auf Dollar Girl (Archiv Max E. Ammann)

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