Schweizerischer Verband für Pferdesport SVPS

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WM Herning 2022 – Nach Tag 2 der Springreit-Wettkämpfe: Podestplatz noch in Reichweite

11 August 2022 20:06

Am zweiten Tag der Springreit-Wettkämpfe ging es weiter im Kampf um die Medaillen in der Team-Wertung. Die Schweiz hatte nach dem Jagdspringen auf dem 5. Zwischenrang gelegen. Trotz guter Leistungen etwas glücklos rutschte die Schweiz mit Total 14.83 Strafpunkten auf den 7. Zwischenrang zurück – aber der Rückstand auf Platz 3 ist gering.

Pius Schwizer legte auf Vancouver der Lanlore als erster des Schweizer Teams gleich vor: Das Paar zeigte eine souveräne Nuller-Runde. Zusammen mit dem Resultat des Vortags ergab dies ein Total von 7.38 Strafpunkten, die der Solothurner morgen in den zweiten Umlauf mitnehmen wird. «Vancouver ist gut in Form, das war er gestern schon, da hatten wir einfach etwas Pech. Heute Null – das ist natürlich sehr wichtig für das Team und hoffentlich motivierend für meine Kollegen», meinte Pius Schwizer nach seinem Parcours zufrieden und fügte an. «Die Stimmung hier in Dänemark ist einfach wunderbar, es ist sehr schön, dieses Turnier hier erleben zu dürfen!»

Pius Schwizer auf Vancouver de Lanlore (Bild: Hippo Foto - Dirk Caremans) Pius Schwizer auf Vancouver de Lanlore (Bild: Hippo Foto - Dirk Caremans)

Edouard Schmitz und Quno ritten eine hervorragende fehlerfreie Runde bis: zum letzten Sprung! Ein Vorhandfehler, nachdem Schmitz auf den Wassergraben gewaltig vorwärts ritt und dann die Ruhe nicht ganz wieder fand. Nichtsdestotrotz eine super Leistung des jungen Genfers und ein Total von 8.52 Strafpunkten. «Ich bin sehr zufrieden mit Qunos Leistung. Er ist unglaublich gesprungen und ich denke, ich hatte ihn selten so fokussiert mit mir, wie in diesem Parcours, der sehr harmonisch war. Den Fehler am letzten Sprung nehme ich auf meine Kappe. Aber so wie Quno aktuell springt, haben wir morgen eine Chance auf einen Nuller und wir haben auch eine gute Chance mit dem Team. Let’s go for it!», bilanzierte Edouard Schmitz nach seinem Ritt.

Martin Fuchs und Leone Jei starteten mit einem frühen Fehler am dritten Sprung. In der Folge ritten die beiden aber einen sehr souveränen Parcours ohne jegliche Schwierigkeiten. Total 4.36 Strafpunkte, war das Resultat. Martin Fuchs nach seinem Ritt: «Leone ist die ersten zwei Hindernisse sehr vorsichtig gesprungen und ich hatte eigentlich ein gutes Gefühl. Dann bin ich etwas eng rum auf die Drei. Er ist auch dort vorsichtig gesprungen, schaute aber etwas in den Wassergraben hinunter und machte den Sprung nicht ganz fertig. Schon war der Fehler da und ich wusste, dass ich den Rest des Parcours unbedingt Null reiten und für das Team und für die Einzelwertung noch eine gute Runde nach Hause bringen musste. Nach dem Fehler ist Leone fantastisch gesprungen. Aber ich war für eine Sekunde etwas überrascht und enttäuscht über den frühen Fehler und es war nicht ganz einfach, mich sofort wieder voll auf den Parcours zu konzentrieren, der noch vor mir lag.»

Schlussreiter Steve Guerdat mit Venard de Cerisy hatte es nun in der Hand, das Teamresultat mit einer Nullrunde zu verbessern und eines der 4-Strafpunkte-Resultate noch zu streichen. Dies gelang dem Paar leider nicht. Die beiden starteten souverän, aber ein Hinterhandfehler an der Planke und ein Fehler am zweitletzten Sprung warf die beiden im Einzelklassement mit Total 9.95 Strafpunkten zurück, für die Teamwertung wurde dieser Parcours zum Streichresultat, die Schweiz notierte Total 14.83 Strafpunkte. Steve Guerdat war denn auch etwas ratlos nach seinem Ritt: «Ich weiss auch nicht recht, auf dem Abreitplatz ist Venard super gesprungen und auch am Anfang der Prüfung war er schön zu reiten und locker. Ich dachte, er sei ideal vor der Planke, aber dann ist er gar nicht richtig gesprungen, ich weiss ehrlich gesagt auch nicht genau, warum. Beim zweiten Fehler war die Distanz schwierig und ich wollte ihm eventuell etwas zu viel helfen und habe ihn vielleicht etwas zu früh aufgerichtet. Aber ja, so gut wie er sich angefühlt hatte, bin ich umso enttäuschter über das Resultat.»

Das Schweizer Team rangiert nach diesem zweiten Wettkampftag auf dem 7. Zwischenrang. Einen Tag vor dem Final liegen die Schweden an der Spitze (3.69) vor Frankreich (5.44) und dem drittplatzierten Deutschland (11.76), welches weniger als einen Springfehler vor der Schweiz liegt.

Die Ränge in der Einzelwertung sind wie folgt:

15. Martin Fuchs und Leone Jei (4.36)
33. Pius Schwizer und Vancouver de Lanlore (7.38)
38. Edouard Schmitz und Quno (8.52)
48. Steve Guerdat und Venard de Cerisy (9.95)

Morgen Abend um 21 Uhr geht es weiter mit dem finalen 2. Umgang der zweiten Wertungsprüfung mit den besten 10 Teams und der Entscheidung um die Team-Medaillen.

Zum Wettkampfformat

Die erste Wertungsprüfung ist ein Jagdspringen. Die Zeitrückstände auf den Besten werden mit dem Faktor 0,5 in Strafpunkte umgewandelt.

Diese Strafpunkte werden mitgenommen in die zweite Wertungsprüfung, die über die Teamwertung entscheidet. Sie erfolgt in zwei Umläufen ohne Zeitmessung und einem Stechen mit Zeitmessung bei Punktegleichstand auf dem 1., 2. und/oder 3. Platz der Teamwertung. Für den zweiten Umgang zugelassen werden nur die besten 10 Teams, basierend auf den Resultaten der besten 3 Reiter:innen jeden Teams. Nach dieser zweiten Wertungsprüfung werden die WM-Medaillen der Teamwertung vergeben (die besten drei Resultate eines Teams aus jeder Teilprüfung zählen für die Wertung). Die Reiter:innen, die sich nicht für den zweiten Umgang der Teamwertung qualifizieren konnten, sich aber unter den ersten 60 nach den zwei ersten Teilprüfungen befinden, reiten mit um die Startberechtigung für die dritte Wertungsprüfung.

Die dritte Wertungsprüfung entscheidet über die Einzelwertung, wobei alle Strafpunkte aus den vorangegangenen Prüfungen mitgenommen werden. Sie erfolgt in zwei Umgängen ohne Zeitmessung und einem Stechen mit Zeitmessung um die Goldmedaille bei Punktegleichstand. Startberechtigt für den ersten Umgang sind die besten 25 Paare gemäss den kumulierten Strafpunkten der ersten und der zweiten Wertungsprüfung. Zum entscheidenden zweiten Umgang treten danach noch die besten zwölf Paare an.

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