Schweizerischer Verband für Pferdesport SVPS

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Der SVPS plädiert für kostendeckende Gebühren für die Auslandstarts

28 Juli 2014 16:09

Die Auslandstarts kosten den Schweizerischen Verband für Pferdesport SVPS mehr, als ihm dafür direkt zur Verfügung steht. Für diesen Posten fehlen jährlich rund 80 000 Franken. Grund ist der hohe Aufwand bei den Auslandstarts, vor allem bei den wenig Startenden. Der SVPS will dies nun ausgleichen. Reiter und Fahrer, die im Ausland starten, sollen neu nach dem Verursacherprinzip für den hohen Aufwand aufkommen. 

Jumping International CSI Paris 2014 - Saut Hérmes au Grand Palais Jumping International CSI Paris 2014 - Saut Hérmes au Grand Palais

Reiter, die im Ausland an den Start gehen, und die Verantwortlichen der jeweiligen Disziplinen kennen das System: Wenn ein Reiter international starten will, wendet er sich an den Kaderverantwortlichen oder Chef Sport seiner Disziplin, und dieser gibt die Nennung an den Schweizerischen Verband für Pferdesport SVPS weiter. Die Reiter anderer Disziplinen melden sich direkt bei der verantwortlichen Person auf der Geschäftsstelle des SVPS. Hier hört in der Regel der Aufwand für den Reiter auf.

Für den Verband geht’s jetzt aber erst richtig los: Er muss innerhalb der entsprechenden Fristen die nominativen wie auch die definitiven Nennungen in die entsprechenden Nennsysteme eingeben. Gibt es Änderungen, zum Beispiel kann das Pferd-Reiter-Paar nicht an den Start gehen, oder der Reiter nimmt noch ein anderes Pferd mit, meldet dies aber nicht, oder zu spät, entstehen gewaltige Aufwände für die Geschäftsstelle des SVPS. 

Den Reiter kostet das gesamte Nennverfahren derzeit pro 1. bis 3. Start im Ausland 40 Franken, den Nachwuchsreiter 20. Franken bei einem Kostendach von 600 Franken (Erwachsene) beziehungsweise 200 Franken (Nachwuchs).

Zu wenig in die Zukunft geschaut
An der letzten Präsidentenkonferenz der Mitgliederverbände am 2. Juli 2014 wurde das Thema ein weiteres Mal angesprochen. Vorinformationen hatten die Mitgliederverbände bereits an der Delegiertenversammlung im März 2014 erhalten. Der Finanzchef des SVPS, Michael Büchler, erklärte: «Im Jahr 2011, als man die Gebühren für die internationalen Nennungen festgelegt hatte, hat man zu wenig in die Zukunft geschaut. Das Ergebnis: Dem Verband fehlen jährlich rund 80 000 Franken».

Darum sollen künftig die Gebühren für internationale Starts erhöht werden. Tatsächlich sind die Kosten für internationale Nennungen auf der Geschäftsstelle sehr hoch, und nicht weniger als 200 Stellenprozent werden für die Nennungen der Auslandstarts aller FEI-Disziplinen eingesetzt. Laut Statistik starten die Schweizer Reiter zwischen einem und 36 Mal im Ausland. Diejenigen, die weniger starten, sind überproportional für den Aufwand verantwortlich. Diese machen rund 25 Prozent aller Auslandstarter aus. 

Definitive Nennungen verrechnen
Der Verband schlägt nun vor, dass in erster Linie schon mal alle definitiven Nennungen verrechnet werden – unabhängig davon, ob der Reiter dann auch tatsächlich an den Start geht. Werden definitive Nennungen vom Veranstalter abgelehnt, werden diese nicht verrechnet, ebenso die Starts an CIO und internationalen Championaten – jene Turniere, wo die Athleten die Schweiz vertreten. Weiter sollen der 1. bis 3. internationale Start den erwachsenen Reitern mit 80 Franken und dem Nachwuchsreiter mit 40 Franken verrechnet werden. Ab einem 4. Start würden die Reiter eine Pauschale pro Jahr zahlen: Erwachsene 500 Franken und der Nachwuchs 250 Franken. 

Die Anwesenden an der Präsidentenkonferenz haben diesen Vorschlag gut aufgenommen. An der nächsten Mitgliederversammlung im Herbst 2014 kommt die neue Gebührenordnung zur Abstimmung.

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