Schweizerischer Verband für Pferdesport SVPS

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Der Schweizer Pferdesport im Spiegel der Zeit

15 April 2019 14:00

Verstaubte Fotoalben und vergilbte Briefe ziehen uns magisch an. Unverhofft versinkt man darin, vergisst die Zeit und schwelgt in schönen Erinnerungen. Längst vergessen geglaubte Anekdoten sind plötzlich wieder ganz präsent und zaubern uns ein Lächeln ins Gesicht. Um die Erinnerungen an die letzten 120 Jahre des Schweizer Pferdesports für künftige Generationen zu verewigen, will der SVPS eine reich bebilderte Chronik herausgeben - ein Mammutprojekt von unschätzbarem Wert!

Henri Chammartin mit Wedekind. Henri Chammartin mit Wedekind.

Hätten Sie gewusst, wie man noch 1931 in bester Manier über die Hindernisse flog? Annelies Stoffel macht es auf dem Bild unten vor: Ein Springstil, der heute unvorstellbar scheint! Trotzdem haben diese Reiter und Pferde absolute Höchstleistungen vollbracht, die sich auch heute noch sehen lassen können. Denn schon vor vielen Jahrzehnten wurden hierzulande Pferde mit viel Wissen, Sorgfalt und Herzblut ausgebildet und im Sport vorgestellt, wie die Fotografie von Henri Chammartin mit Wedekind, die in den 1960er-Jahren in der Eidgenössischen Militärpferdeanstalt EMPFA in Bern entstand, zeigt.

Annelies Stoffel mit Méprise in Palermo 1931. Annelies Stoffel mit Méprise in Palermo 1931.

Max E. Ammann: Ein Insider gewährt Einblick

Das Buch «120 Jahre Pferdesport in der Schweiz» soll aber nicht nur ein fesselnder Bildband sein, der zum Schmunzeln und Staunen einlädt, sondern auch ein Zeitdokument sondergleichen, das vergangene Epochen wiederaufleben lässt. Dank dem unentbehrlichen Wissensschatz des Autors Max E. Ammann, der den internationalen Pferdesport wie kaum ein anderer kennt, werden den Lesern in kurzweiligen Texten all die Zusammenhänge, Persönlichkeiten und Höhepunkte nähergebracht - vom Beginn des 20. Jahrhunderts bis heute.

Ammann war von 1964 bis 1973 als Auslandkorrespondent in New York tätig und arbeitete anschliessend während fünf Jahren als Chefredaktor für das «Luzerner Tagblatt». Der gebürtige Thurgauer schuf daraufhin die erfolgreiche Springturnierserie FEI World Cup - zuerst auch unter dem Namen «The Volvo World Cup» bekannt. An der Gründung des Dressur- und des Fahr-Weltcups war er ebenfalls massgeblich beteiligt.

An den Olympischen Spielen von Atlanta 1996 war Max E. Ammann olympischer Presseverantwortlicher Pferdesport für das Organisationskomitee und amtete zudem als Vorsitzender der International Alliance of Equestrian Journalists und Präsident des Zentralschweizer Pressevereins. Er war ausserdem nicht nur als Berater für die Weltreiterspiele in Stockholm tätig, sondern brachte seine Fachkenntnisse im Laufe der Jahre auch in zahlreichen FEI-Ausschüssen ein. 1993 wurde er vom International Jumping Riders Club zur Reitsportpersönlichkeit des Jahres gewählt.

Auch als Buchautor kann Ammann bereits eine lange Erfolgsliste vorweisen, unter anderem die 1974 veröffentlichte Publikation «Der Eidgenoss» und die Publikation «Die Geschichte des Pferdesports», die 1976 in deutscher Sprache veröffentlicht und sechs Jahre später erweitert und neu aufgelegt wurde. Zwei Bücher über die Geschichte des Weltcups, über die Geschichte der FEI-Championate sowie über den Reitsport an den Olympischen Spielen gehören ebenso zu seinen veröffentlichten Werken wie diverse Bücher über seine zweite Passion, die Aussenseiterkunst.

Max E. Ammann bei der Arbeit im FEI-Archiv. Max E. Ammann bei der Arbeit im FEI-Archiv.

Schätze aus fast vergessenen Archiven

Es sind die Fotografien, Schriftstücke, Programmhefte und Jahrbücher aus den Archiven von Institutionen, Verbänden und Privatpersonen, die dem Buch seinen einmaligen Charakter verleihen werden. All die Menschen, die zur Entstehung dieses Buches beitragen, verbringen viele Stunden in dunklen Archiven, um gut verborgene Erinnerungsschätze wieder ans Tageslicht zu fördern.

In mühevoller Kleinarbeit werden diese Dokumente derzeit digitalisiert, katalogisiert und schliesslich Menschen, Pferden und Veranstaltungen zugeordnet. Das Buch «120 Jahre Pferdesport Schweiz», das auf Deutsch und auf Französisch erhältlich sein wird, ist die Krönung und der Lohn dieses schier uferlosen Unterfangens und soll jeder Pferdesportlerin und jedem Pferdesportler auf rund 400 Seiten mit über 1000 Abbildungen ein Stück Geschichte zugänglich machen, damit die Schweizer Pferdetradition nicht in Vergessenheit gerät.

Wir brauchen Sie!

Für die Finanzierung dieses hochwertigen Buchs ist der SVPS auf die finanzielle Unterstützung von Dritten angewiesen. Jeder kann Gönner werden, egal, ob Verein oder Privatperson! Als Dank für den Beitrag erhalten die Sponsoren Buchexemplare geschenkt. Setzen Sie ein Zeichen zugunsten der Schweizer Pferdesportkultur und melden Sie sich bei der Projektleiterin des SVPS, Nadine Niklaus (n.niklaus@fnch.ch), um sich Ihre Unterstützungsprämie zu sichern.

Cornelia Heimgartner

Aus dem SVPS-Jahrbuch von 1984. Aus dem SVPS-Jahrbuch von 1984.

Renée Schwarzenbach mit Walküre im Jahr 1930. Renée Schwarzenbach mit Walküre im Jahr 1930.

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