Schweizerischer Verband für Pferdesport SVPS

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Europameisterschaften in Göteborg (SWE): Grossartiger Pferdesport inmitten einer schwedischen Grossstadt

21 August 2017 11:26

Vom 21. bis 27. August werden sich dieses Jahr die besten Reiterinnen, Reiter und Fahrer an den Europameisterschaften im schwedischen Göteborg messen. Der Austragungsort verspricht viel Emotionen und beste Möglichkeiten für das Liebhaberpublikum. Und die Schweiz reist mit einer vielversprechenden Delegation an.

Die Europameisterschaften der Disziplinen Dressur, Springen, Fahren und Para-Equestrian Dressage finden im Herzen einer Stadt mit etwas mehr als einer halben Million Einwohner statt. In Göteborg sind alle Stadien sowie der Stadtpark «Slottsskogen City Park» ohne Probleme zu Fuss erreichbar. Im grossen Ullevi-Stadion werden die Disziplinen Dressur und Springen ausgetragen. Rund 27 000 Zuschauer haben in den Rängen Platz. Para-Equestrian Dressage, die Fahrdessur sowie das Hindernisfahren und der Start zum Marathon werden in der Heden-Arena durchgeführt. Hier befindet sich auch das Village mit unzähligen Ständen mit besten Einkaufsmöglichkeiten, auch werden Shows, Ausstellungen und verschiedene Aktivitäten für die ganze Familie angeboten. Ein riesiges Highlight verspricht der Marathon der Vierspänner zu werden, denn der führt mitten durch die Stadt in den Slottsskogen City Park.

Die Schweizer Equipen reisen mit einer beachtlichen Delegation an, die besten Schweizer Reiter und Fahrer sowie ihre Pferde werden ihr Bestes geben. Ebenfalls mit von der Partie werden viele der Pferdebesitzerinnen und -besitzer sein, ohne diese die Beschickung solcher Grossanlässe nicht möglich wäre.

Offizielle Website EM Göteborg:
http://gothenburg2017.com/en/

Nicole Basieux

Dressur: Zielsetzungen für die Europameisterschaften in Göteborg 2017

Geneviève Pfister Geneviève Pfister

Equipenchefin Geneviève Pfister, was sind die Ziele für diese Europameisterschaften?
Die Schweizer Equipe reist mit einem relativ unerfahrenen Team an, das aber eine vielversprechende Perspektive hat. Über die Resultataussichten kann nichts gesagt werden. Das Mittelfeld ist sehr stark und sehr eng beieinander, mit wenigen Prozentunterschieden könnte eine unerwartete Rangierung entstehen. 

Was dürfen wir von den einzelnen Reitern und ihren ­Pferden erwarten?
Mit Marcela Krinke Susmelj als Teamleaderin und mit «Molle», 
die in der Weltrangliste den 29. Platz belegen und bereits gute Rangierungen an Europa- und Weltmeisterschaften sowie Olympischen Spielen erzielt haben, ist ein routiniertes Paar am Start. Sie ist auch 6-fache Schweizer Meisterin.
Antonella Joannou ist neu im Team und startet erstmals an einem internationalen Championat. Sie hat mit Dandy de la Roche CMF CH viel Erfahrung auf 4*-Turnieren gesammelt, wurde auch in ­diesem Jahr wieder Zweite an den Schweizer Meisterschaften und hat mit Erfolg auch an Weltcupprüfungen teilgenommen. 
Charlotte «Tiggy» Lenherr mit Darko of De Niro ZS CH ist nach einer Phase im Perspektivkader neu im Elitekader und ebenfalls Europameisterschafts-Debütantin. Sie hat international bereits solide und zuverlässige Resultate herausgeritten. 
Anna-Mengia Aerne-Caliezi als zweifache Schweizer Meisterin war bereits Teilnehmerin an den Europameisterschaften 2015 in Aachen und ist nun mit Raffaelo wieder zurück im Turniersport. Man darf auf ihr Abschneiden gespannt sein. 

Wo sehen Sie die grössten Herausforderungen?
Die Dressurpferde sind sich solche mehrtägigen Reisen weniger gewohnt als zum Beispiel die Springpferde. Weiter wird sicher die Stimmung im grossen Stadion für die Paare ungewohnt sein.

Auf was freuen Sie sich besonders an diesem Grossanlass inmitten der schwedischen Stadt Göteborg?
Ich freue mich sehr darauf, dass mehrere Disziplinen ihre Europameisterschaften am gleichen Ort austragen. Und ich freue mich natürlich unglaublich, dass wir mit einem kompletten Team anreisen. Auch sind im Team neue Reiterinnen dabei, die nun den Sprung nach oben geschafft haben.

Springen: Zielsetzungen für die Europameisterschaften in Göteborg 2017

Andy Kistler Andy Kistler

Equipenchef Andy Kistler, was sind die Ziele für diese Europameisterschaften?
Wir möchten mit einer Medaille von den Europameisterschaften in Göteborg heimreisen.

Was dürfen wir von den einzelnen ­Reitern und ihren Pferden erwarten?
Steve Guerdat und Bianca sind in Hochform und haben dieses Jahr schon fantastische Resultate erreicht. Martin Fuchs und Clooney waren schon ganz nahe am ganz grossen Erfolg. Romain Duguet mit Twentytwo des Biches bereiten sich sehr gezielt auf dieses Championat vor. Nadja Peter Steiner und Saura de Fondcombe haben dieses Jahr ihre grossen Fortschritte einige Male bewiesen. Und auch die in letzter Minute zum Team gekommene Janika Sprunger mit Aris CMS hat schon viel Erfahrung, wenn es darauf ankommt.

Wo sehen Sie die grössten Herausforderungen?
Wir brauchen einen guten Lauf über die Tage. Die Konkurrenz will auch ganz vorne sein, und einige Teams sind in Topform dieses Jahr. Doch auch wir erzielten dieses Jahr sehr gute Resultate. Nun setzen wir alles daran, dass es an der EM «passt».

Auf was freuen Sie sich besonders an diesem Grossanlass inmitten der schwedischen Stadt Göteborg?
Auf die begeisterten schwedischen Zuschauer; die gute bewährte Organisation, die wir schon am Weltcupfinal erleben durften; die sehr gute Infrastruktur und natürlich auf eine gute, erfolgreiche Woche mit unserem Schweizer Team.

Fahren: Zielsetzungen für die Europameisterschaften in Göteborg 2017

Micaël  Klopfenstein Micaël Klopfenstein

Equipenchef Micaël Klopfenstein, was sind die Ziele für diese Europameisterschaften?
Wir haben uns die Top 10 in der Einzelwertung und die Top 5 in der Nationenwertung vorgenommen. Letzteres wäre wirklich fantastisch, ist aber in der jetzigen Ausgangslage weniger realistisch, dies weil mit Werner Ulrich ein langjähriger erfahrener Vierspänner wegfällt und die Schweiz in Göteborg mit nur zwei Vierspännern kein Streichresultat hat.

Was dürfen wir von den einzelnen Fahrern und ihren ­Pferden erwarten?
Jérôme Voutaz zeigt jeweils tolle Leistungen im Marathon wie auch im Hindernisfahren mit seinen Freiberger Stuten. Die Stärken von Martin Wagner liegen in der Dressur und dem Hindernisfahren.

Wo sehen Sie die grössten Herausforderungen?
Zum einen ist die etwas späte und lange Anreise für alle Beteiligten eine Herausforderung. Aus logistischen Gründen darf das Gelände durch die Fahrer erst am Mittwochmorgen bezogen werden. Eine weitere Herausforderung für das Schweizer Team ist, dass es nur aus zwei Fahrern besteht. Das bedeutet, es gibt für die Schweiz kein Streichresultat.

Auf was freuen Sie sich besonders an diesem Grossanlass inmitten der schwedischen Stadt Göteborg?
Ich freue mich besonders auf den Marathon, der verspricht, etwas ganz Spezielles zu werden: ein Marathon mit allen Phasen inmitten einer grossen Stadt.

Para-Equestrian Dressage: Zielsetzungen für die Europameisterschaften in Göteborg 2017

Markus Graf Markus Graf

Equipenchef Markus Graf, was sind die Ziele für diese Europameisterschaften?
Beide Reiterinnen und ihre Pferde konnten bereits Championatsluft schnuppern. Sie haben sich immer weiter verbessert, und das Ziel für beide an dieser EM ist es, den Kür-Final zu erreichen.

Was dürfen wir von den einzelnen Reitern/Fahrern und ihren Pferden erwarten?
Nicole Geiger war vor dem Formtest verletzt, hat diesen jedoch gut bestanden und hofft dort an der EM in Göteborg anknüpfen zu können. Celine van Till wird ihr Bestes geben, um ihre bisherigen Erfolge zu bestätigen.

Wo sehen Sie die grössten Herausforderungen?
Auch für die Para-Equestrian-Pferde ist die Reise aus der Schweiz lang. Die meisten Wettkämpfe, die sie bestritten haben, lagen relativ nahe der Schweizer Grenze. Eine weitere Herausforderung ist, wie bei den Fahrern auch, dass wir kein Team stellen konnten. Das bedeutet, dass die beiden Athletinnen als Einzelreiterinnen nicht alle Prüfungen mitreiten dürfen.

Auf was freuen Sie sich besonders an diesem Grossanlass inmitten der ­schwedischen Stadt Göteborg?
Mich freut es sehr, dass Para-Equestrian Dressage komplett in eine Regelsport-Europameisterschaft integriert ist und dass gleichzeitig auch die Wettkämpfe anderer Disziplinen ausgetragen werden. In Zukunft wäre es natürlich schön, wenn wir ein ganzes Team ­stellen könnten.