Schweizerischer Verband für Pferdesport SVPS

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Im Zusammenhang mit Anpassungen im Online-Nennsystem: Neue Software für Veranstalter wird ­entwickelt

17 Mai 2016 08:15

Im Zusammenhang mit Anpassungen im Online-Nennsystem haben sich die Schnittstellen und Anforderungen, die der SVPS an die bisher auf dem Markt erhältlichen Veranstaltersoftware-Anbieter hatte, verändert. Der SVPS möchte neue Wege gehen und den Datenaustausch von Nennungen an die Organisatoren sowie die Resultatemeldung der Organisatoren an den SVPS optimieren und über eine reine Webschnittstelle abwickeln.

Die Reiter können rund um die Uhr ihre Nennungen online vornehmen. Die Reiter können rund um die Uhr ihre Nennungen online vornehmen.

Zirka zehn Anbieter von Veranstaltersoftwares bieten heute ihr Angebot auf dem Markt an. Der Datenaustausch zwischen ihnen und dem SVPS läuft über Excel-Dateien oder sogar noch auf Listen per Hand. Diese Prozesse will der SVPS optimieren und den Datenaustausch neu über reine Webschnittstellen realisieren. Das bedingt, dass die Anbieter an ihren Softwares ebenfalls Anpassungen vornehmen.

Eine Umfrage im letzten Jahr bei den bestehenden Anbietern von Veranstaltersoftwares hat ergeben, dass sich die meisten  nicht in der Lage sehen oder nicht mehr daran interessiert sind, ihre Software den neuen Anforderungen anzupassen, und daher ihr Produkt nicht mehr neu zertifizieren lassen würden.  

Um eine reibungslose Organisation von Pferdesportveranstaltungen in der Schweiz sicherzustellen, hat sich der SVPS daher entschieden mit einem Partner zusammenzuarbeiten und sich die Rechte an einer neu zu entwickelnden Software zu sichern. Dies über eine Minderheitsbeteiligung (40 %) an der neu zu gründenden Firma «Rosson AG», welche die neue Software in enger Zusammenarbeit mit dem aktuellen IT-Partner «Oxon» des SVPS programmieren und supporten wird. Diese Beteiligung ermöglicht die Einflussnahme des SVPS für notwendige Weiterentwicklungen, Ausdehnung auf weitere Disziplinen sowie die Rechte am Software-Code, falls die Firma ihre Tätigkeit einstellen sollte.   

Allen interessierten bisherigen oder neuen Software-Anbietern ist es weiterhin freigestellt, ob sie mit ihrem Produkt auf dem Markt präsent bleiben wollen oder nicht. Die Anforderung an die Zertifizierung wird im Juni 2016 konkret formuliert. Auch gilt eine Übergangsfrist für die Zertifizierung bis Ende 2017 – in einfachen Worten: Bisherige Software-Lösungen können bis zu diesem Zeitpunkt ohne Zertifizierung wie bis anhin verwendet werden. Ob allerdings der Download in der Nachnennphase reibungslos funktionieren wird, liegt im Verantwortungsbereich dieser Anbieter.

Für Springen und Dressur ab 1. 1. 2017­ verfügbar
Die «Rosson»-Software wird mit erster Priorität für die Disziplinen Springen und Dressur entwickelt. Schnittstellen zu den Plattformen info.fnch.ch und my.fnch.ch sowie in die Mobile-App des SVPS werden es ermöglichen, Start- und Ranglisten zur Verfügung zu stellen oder über Push-Nachrichten in der App auf Aktualisierungen aufmerksam zu machen. 

Tests, Schulung und Einführung
Erste Tests mit der neuen Veranstaltersoftware erfolgen bereits im Sommer 2016. Die daraus gemachten Erkenntnisse fliessen in die weitere Entwicklung ein, so dass «Rosson» im Herbst erste Schulungen anbieten kann. Die Termine werden sowohl im «Bulletin» publiziert wie direkt an die Veranstalter per E-Mail kommuniziert werden. Die Einführung der Veranstaltersoftware ist wie erwähnt auf den 1. Januar 2017 geplant. 

Mögliche Preismodelle 
Betreffend die Anpassung der Gebührenordnung 2017 hat der SVPS vorgeschlagen, dass die Kosten für die Nutzung der Veranstaltersoftware sowie aller weiteren Dienstleistungen im Zusammenhang mit der Ausschreibung einer Veranstaltung über einen Gesamtprozentsatz von 2,5 Prozent auf der Nenngeldsumme integriert würden (siehe «Bulletin»-Artikel «Defizitärer Jahresabschluss 2015 und ein gut aufgenommener Lösungsvorschlag» vom 14. 3. 2016).

Dies wäre ein günstiger Entscheid für alle Veranstalter und Reiter, weil so keine weiteren Zusatzkosten anfallen würden. Da der Entscheid über die neue Gebührenordnung von der Mitgliederversammlung auf den Herbst vertagt wurde, wird «Rosson» alternativ ein weiteres mögliches Preismodell ausarbeiten und anlässlich der Informationsveranstaltung vorstellen.

Nadine Niklaus / Nicole Basieux