Schweizerischer Verband für Pferdesport SVPS

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Jahresbericht 2014 - Prüfungskommission: Neue Kommission für neue und wichtige Aufgaben

15 März 2015 07:00

Am 8. Januar 2014 trafen sich die Mitglieder der neu gegründeten Prüfungskommission PKO zu ihrer ersten Sitzung. Die PKO setzt sich zusammen aus Vertretern der Verbände und einzelner Disziplinen. Sie ist in erster Linie verantwortlich für die Richterausbildung und Überwachung der Prüfungsdurchführungen in den Bereichen Brevet, Silber- und Goldtest sowie R-Dressur- und Springlizenz. Nach einer Einführung in die Aufgaben der PKO wurde als Erstes das Ziel für die kurze Legislaturperiode (sie endet bereits wieder im September 2015) erarbeitet und es lautet: «praxisnahe Richterausbildung».

So wurde bereits im April ein obligatorischer Weiterbildungskurs für Lizenzrichter durchgeführt. Noch von der ehemaligen Lizenzkommission LIZKO wurden die Dressurprogramme für die Lizenzprüfung dahin abgeändert, dass dem korrekten, klassischen Dressursitz mehr Gewicht beigemessen wird. Die entsprechend abgeänderten Dressurprogramme wurden durch Reiterinnen verschiedener Niveaus geritten, durch die Lizenzrichter beurteilt und nachher sofort besprochen.
Auch die Brevetrichter und Brevetinstruktoren absolvierten dieses Jahr einen obligatorischen Weiterbildungskurs mit dem Thema «neuer Brevetordner», welcher am 1. Mai 2014 in Kraft getreten ist. Die Vorarbeiten für den Brevetordner wurden durch eine Arbeitsgruppe gemacht, und zwar einige Zeit vor der Gründung der Grundausbildungskommission GAKO und PKO. Es galt aber noch die Weisungen anzupassen. An verschiedenen Kursorten und -daten wurden etwa 400 Brevetrichter auf ihre verantwortungsvolle Aufgabe vorbereitet. 

Richten ist Erfahrungssache

Die Brevetrichteranwärter hatten erstmals Gelegenheit, unter kundiger Leitung eines A-Richters eine ganze Brevetprüfung zu richten – ohne Einfluss auf den Ablauf und die Resultate der effektiven Brevetprüfung. Diese Assistenzleistung ist für alle Neuen obligatorisch und ist von den Absolventen sehr geschätzt worden, so dass beschlossen wurde auf dieser Schiene weiterzufahren. 

Total wurden im Berichtsjahr 3054 Brevets absolviert, auf das Fahren entfallen 292, die Gangpferde 173, Western 74 und 2515 auf das Klassische Reiten. Es fanden total 236 Prüfungen statt. Richten ist weitgehend eine Erfahrungs- und Übungssache. Bei dieser Anzahl Prüfungen und 460 aktiven A- und B-Richtern kommen die Richter viel zu wenig zum Einsatz, zudem erschwert die grosse Anzahl an Richtern eine möglichst einheitliche Beurteilung vom Genfer- bis zum Bodensee. Hier ist noch Handlungs­bedarf.

Bei einer Durchfallquote von 35 Prozent, übrigens seit Jahren immer ungefähr gleich, wurden letztes Jahr 219 Spring- und 101 Dressurlizenzen aufgrund von Lizenzprüfungen erteilt, dies bedeutet eine Steigerung um 23 Prozent. Bei den Stilprüfungen sank die Zahl um 28 Prozent auf 104.

Für das laufende Jahr haben wir uns das Thema «korrekter Umgang mit Kindern» auf die Fahne geschrieben.

Rudolf Gantenbein, Präsident der Prüfungskommission