Schweizerischer Verband für Pferdesport SVPS

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Dossier: Veterinärmedizin

Misteltherapie bei Equinen Sarkoiden – Pferde gesucht

13 April 2021 13:00

Für eine schweizweite Studie zur oralen Misteltherapie bei Equinen Sarkoiden werden Pferde im Alter von 3-12 Jahren mit Equinem Sarkoid gesucht. Die Studie ist eine Kooperation der ISME Pferdeklinik der Vetsuisse Fakultät Bern und dem Forschungsinstitut für biologischen Landbau - FiBL.

(Bild: O. Christen) (Bild: O. Christen)

An der ISME Pferdeklinik der Vetsuisse Fakultät Bern wurde, in Kooperation mit dem Forschungsinstitut für biologischen Landbau (FiBL), Anfang des Jahres mit einer schweizweiten Studie zur Therapie des Equinen Sarkoids mit einem oral verabreichten Mistelextrakt begonnen. Das Equine Sarkoid ist der häufigste Hauttumor der Pferde. Es ist eine weitverbreitete Erkrankung, die in der Schweiz mehr als 12% der 3-jährigen Pferdepopulation betrifft. Equine Sarkoide führen nicht zu lebensbedrohlichen Zuständen, können aber sekundär in bestimmten Lokalisationen den Gebrauch des Pferdes stark einschränken oder sogar unmöglichen machen. Daneben stellen sie ein kosmetisches Problem dar und können den materiellen, sowie den Zuchtwert eines Pferdes erheblich reduzieren.

Die effektive Wirksamkeit von injiziertem Mistelextrakt, u.a. antitumoral und entzündungshemmend, ist für die Behandlung von Equinen Sarkoiden bekannt und wissenschaftlich bestätigt (Christen et al., 2010, FiBL). Nun soll in einer Placebo-kontrollierten Studie geprüft werden, ob die Misteltherapie oral verabreicht ebenso wirksam ist wie die Injektionstherapie. Beobachtungen aus einer Vorstudie lassen die Annahme zu, dass die oral verabreichte Misteltherapie ebenso erfolgreich sein wird.

Zudem soll erforscht werden, ob der Therapieerfolg mittels neuer, im Blut nachweisbarer Biomarker (microRNA) überprüft werden kann.

Für diese Studie werden noch Pferde (3-12 jährig) mit Equinem Sarkoid gesucht. Das Behandlungsprotokoll sieht eine Behandlungsdauer von 28 Wochen vor, in denen die Pferde dreimal wöchentlich sowohl oral, als auch per Injektion, Mistelpräparat bzw. Placebo von ihren Besitzern erhalten.

Sollten Sie jemanden kennen, der ein Pferd mit solch einer Erkrankung besitzt oder Ihr eigenes Pferd leidet unter dieser Krankheit, würden wir uns freuen, wenn Sie Sich bei uns melden würden. Es können individuelle Starttermine für den Studienbeginn im Laufe des Jahres 2021 vereinbart werden.

Kontakt und weitere Informationen

Anke Beermann
E-Mail: anke.beermann@fibl.org

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