Schweizerischer Verband für Pferdesport SVPS

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Obligatorisches Online-Nennen – «Sicher eine Umstellung – aber keine Nachteile»

13 Februar 2017 15:56

Nadine Niklaus. Nadine Niklaus.

Seit dem 1. Januar 2017 gilt: Das Nennen für Veranstaltungen der Disziplinen Dressur, ­Springen, Concours Complet, Fahren und Voltige ist nur noch online über die persönliche ­Internetplattform my.fnch.ch möglich. Die Nennungen für die ersten Veranstaltungen im neuen Jahr wurden bereits über my.fnch.ch vorgenommen. 

«Bulletin»: Nadine Niklaus, Sie sind die Verantwortliche für Kommunikation und Marketing in der Geschäftsstelle des Schweizerischen Verbands für Pferdesport SVPS, und Sie leiten das Projekt «Obligatorisches Online-Nennen» nun schon eine ganze Weile. Wie ist es nun im Ernstfall angelaufen?
Nadine Niklaus: Die definitive Umstellung vom Nennen mit Nennstartkarten hin zum Nennen über das Online-Nennsystem in my.fnch.ch war und ist für einige Pferde­sportler sicher nicht ganz einfach. Hinzu kommt gleich auch noch die Integration des alten Online-Nennsystem in die Plattform my.fnch.ch – also auch eine Umstellung für Reiter, welche bisher schon online nannten. Wir waren uns aber bewusst, dass wir viele Änderungen auf einmal einführen, und haben uns dementsprechend auch gut auf die eintreffenden Fragen vorbereitet.

Warum wurde das gut funktionierende Online-Nennsystem in my.fnch.ch integriert?
Die Pferdesportler können nun über ein einziges Login auf alle ihnen zur Verfügung stehenden Dienstleistungen zugreifen. In my.fnch.ch können sie nicht nur für Veranstaltungen nennen, sondern auch ihre Lizenz oder das Brevet einlösen und ihre Pferde verwalten sowie für den Sport aktivieren. Des Weiteren bietet my.fnch.ch neu die Möglichkeit, sich für Lizenzprüfungen zu melden sowie über den Punkt «Meine Daten» die Vereinszugehörigkeit – welche ab dem 1. Januar 2017 ja obligatorisch ist – anzugeben. Das Login von my.fnch.ch ist übrigens auch für die Mobile App des SVPS gültig, welche in diesem Jahr noch mit interessanten weiteren Dienstleistungen erweitert werden wird. 

Was sind das für Dienstleistungen?
Wir werden zum Beispiel die Start- und Ranglisten der Prüfungen, für die der Reiter genannt respektive an denen er teilgenommen hat, auch in der App publizieren. Somit hat der Reiter seine Startlisten jederzeit im Griff und bekommt auf Wunsch eine Meldung, wenn diese aufgeschaltet oder aktualisiert wurden. 

Was sind die Nachteile im Vergleich zum Nennen vorher?
Ich sehe eigentlich keine Nachteile. Für Reiter, die bisher nie online genannt haben, ist es sicher eine Umstellung, und zu Beginn müssen Berührungsängste mit dem neuen System abgebaut werden. Auch schon das Registrieren in my.fnch.ch ist für manche Personen mit Schwierigkeiten verbunden. Mit dem Obligatorischen Online-Nennen wurde auch die vorher genannte Vereins­pflicht eingeführt. Dies führt nun dazu, dass sich jeder Reiter zumindest einmal in my.fnch.ch registrieren muss, um die Vereinsangaben zu hinterlegen.

Das ist vielen Pferdesportlern nicht bewusst, vor allem jenen nicht, für die Nennungen bisher von Dritten vorgenommen wurden. Auch müssen neu Mutationen wie Pferde- und Reiterwechsel für die Teilnahme an Veranstaltungen direkt von den Pferdesportlern in my.fnch.ch vorgenommen werden. Das ist ebenfalls eine grössere Umstellung, die aber die Veranstaltungssekretariate in Zukunft enorm entlasten wird.

Auch wenn Projekte noch so perfekt geplant werden, kann es immer wieder zu Problemen kommen. Mit was für Problemen kamen die Reiterinnen und Reiter, die online nennen wollten, auf Sie zu?
Das grösste Problem besteht zurzeit immer noch beim Übertrag des alten Online-Kontos in das neue in my.fnch.ch integrierte Nennkonto. Der Übertrag ist notwendig, wenn auf dem alten Konto noch ein Geldbetrag liegt oder noch Nennungen 2016 vorgenommen wurden. Die Nutzer wissen oft Nutzername oder Passwort des alten Nennkontos nicht – da sie diese Angaben schon länger über den Browser gespeichert automatisch einfügen lassen. In solchen Fällen helfen wir dann mit manuellen Überträgen. Auch gibt es Probleme bei den Zahlungen. 

Gerade die Kreditkarten haben in den letzten Monaten neue Sicherheitsbestimmungen eingeführt, sodass eine Zusatzbestätigung der Zahlungstransaktion meist über ein Smartphone nötig ist.

Das stellt die Nutzer vor ein Problem, insbesondere wenn Sie erst im letzten Moment nennen wollen. Dann reicht nämlich auch eine Zahlung mittels der neuen E-Banking-Möglichkeit zeitlich nicht mehr, welche ca. zwei bis drei Arbeitstage braucht, bis diese bei uns eingetroffen ist. Daher raten wir dazu, so früh wie möglich die erste Nennung oder Zahlung vorzunehmen und nicht bis am Montagabend – das heisst am Abend des Nennschlusses – zu warten. 

Vonseiten System hatten wir auch Probleme mit Nennungen, die der Reiter noch 2016 vorgenommen hatte. Wenn der Kontoübertrag dann nicht durchgeführt wurde, wurden diese Nennungen nicht ins neue Konto übertragen, was zu Verwirrung geführt hat. Wir sind auf der Geschäftsstelle gut auf die Fragen vorbereitet und beraten oder helfen bei Problemen und Schwierigkeiten gerne weiter. 

Was haben Sie von Reiterinnen, Reitern und Fahrern sonst noch für Feedback erhalten?
Immer sehr Konstruktives. Die Rückmeldungen betreffen in erster Linie die Anwendbarkeit oder das Zurechtfinden auf der Plattform my.fnch.ch. Diese Rückmeldungen sammeln wir laufend und setzen diese nach erfolgter Prüfung auch um. Hier ist zu erwähnen, dass der heutige Stand des Systems nicht in Stein gemeisselt ist, sondern eben aufgrund von Feedbacks so weiterentwickelt werden kann, dass die Nutzer ein wirklich anwenderfreundliches und praktisches persönliches Portal zur Verfügung haben. 

Nicole Basieux

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