Schweizerischer Verband für Pferdesport SVPS

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Vertrauen säen – Erfolg und Zufriedenheit ernten

19 Dezember 2016 14:07

Vieles ist ganz allgemein im Wandel, sei es die Gesellschaft, ihre Werte oder die Wirtschaft. Im Speziellen tangieren diese Bereiche auch immer den «Mikrokosmos» Pferdesport.

Die Stimmverteilung der Mitgliederversammlung des SVPS. Die Stimmverteilung der Mitgliederversammlung des SVPS.

Die Themen rund um das Pferd und den Pferdesport sind hochemotional und werden gerne und viel diskutiert. Essentiell scheint, dass die Diskussionen sachbezogen, konstruktiv und lösungsorientiert bleiben. Nur so kann ein «Mikrokosmos», wie auch der Pferdesport einer ist, weiterleben. Er muss sich – wenn es andere Lebewesen betrifft erst recht – immer häufiger rechtfertigen und das gegenüber einer breiten und oftmals «unwissenden» Öffentlichkeit. Ziehen die Fachleute untereinander schon nicht am gleichen Strick, wenn es hart auf hart kommt, dann wird es sehr schwierig bis unmöglich, dass etwas wie der Pferdesport Bestand hat.

Der Schweizerische Verband für Pferdesport SVPS versucht, mit seinen Mitgliedern und im Besonderen mit den fünf Regionalverbänden an eben diesem einen Strick zu ziehen. Das gelang in der Vergangenheit nicht immer reibungslos. Umso mehr setzte sich der Vorstand in den vergangenen Monaten ein, eine gute Basis für eine erfolgreiche Zusammenarbeit aufzubauen. Diese Basis soll auf Transparenz und einem positiven und regelmässigen Austausch aufgebaut werden, so dass das Pflänzchen «Vertrauen» Wurzel schlagen und wieder wachsen kann.

Zukunftsorientierte und moderne Projekte

Der SVPS wirtschaftet nach bestem Wissen und Gewissen. Er investiert das Geld einerseits in zukunftsorientierte und moderne Projekte, die auch im Budget 2017 enthalten sind. Konkret soll das Projekt Ausbildung und Ausbildungsstrukturen wieder aufgenommen und vorangetrieben werden. Andererseits fliessen Gelder auch in die einzelnen Disziplinen. Hier muss aber erwähnt werden, dass zum Beispiel gerade in der Disziplin Springen – entgegen oft geäusserten Vermutungen – auch das Geld für den Einsatz der Elitereiter limitiert ist. Der SVPS wirtschaftet ökonomisch mit den zur Verfügung stehenden Geldern: Grossanlässe wie Weltreiterspiele, Europameisterschaften oder Olympische Spiele wurden beispielsweise nur mit den Personen für ein Betreuerteam beschickt, die auch wirklich gebraucht wurden.

«Konkret bedeutete dies, dass wir gerade im Vergleich mit anderen Nationen kleine Delegationen an die Championate schicken. Das heisst, oftmals haben die Schweizer Reiter keinen Arzt, keinen Sportpsychologen sowie keinen Physiotherapeuten vor Ort. Weiter kümmern sich zum Beispiel Veterinäre und Hufschmiede disziplinübergreifend um die Pferde», erklärt Evelyne Niklaus, Sportmanagerin des SVPS. «Immer wieder haben Personen einer Delegation auch Doppelfunktionen, zum Beispiel gibt es Veterinäre, die auch als Equipenchefs fungieren, oder Medienverantwortliche, die aushelfen, wo Not am Mann oder an der Frau ist, oder die auch mal die Pferdebesitzer vor Ort betreuen», ergänzt sie. So versucht der SVPS, jederzeit sparsam mit den Geldern hauszuhalten und Synergien zu schaffen und nutzen, wo es möglich ist und Sinn macht.

Grosse Unterstützung für Regionalverbände

Neben den Disziplinen erhalten jedoch auch die Mitgliederverbände des SVPS finanzielle Unterstützung. Gerade die Regionalverbände erhalten in der Regel mehr, als dem Dachverband über den Mitgliederbeitrag zurückfliesst. Zusätzlich zu den Geldflüssen bietet der Verband mit seiner Geschäftsstelle auch eine grosse Palette an professionellen Dienstleistungen, die die einzelnen Mitgliederverbände nicht mehr oder nur noch schwierig alleine stemmen könnten. Dazu gehören zum Beispiel Konzeptarbeiten, Nachwuchsförderung auf nationaler Ebene oder auch die ganze Thematik der Aus- und Weiterbildungen.

Die Zahlen vom Jahr 2014 fielen folgendermassen aus: Die Regionalverbände erhielten total rund CHF 620 000.–. Davon flossen CHF 130 000.– als Mitgliederbeiträge zurück an den SVPS, wobei die Regionalverbände netto über CHF 490 000.– verfügen konnten. Auch haben die Mitgliederverbände das Recht, sich einzubringen und mitzubestimmen. Schaut man die Stimmverteilung der Mitgliederversammlung genauer an, so sieht man, dass die Regionalverbände gemeinsam über 55 % der Stimmer verfügen, alle Vollmitglieder zusammen kommen auf 85 %. Die Teilmitglieder können mit 10 % Einfluss nehmen und der Vorstand mit 5 %. Für viele Dienstleistungen kommen die Reiter sowie alle anderen Pferdesportler nach dem Verursacherprinzip auf. Die jährlichen Beiträge für Brevet- und Lizenzgebühren halten sich im Vergleich zu anderen Sportarten oder zu anderen Nationen auch hier in Grenzen.

Wohlwollen und Achtsamkeit

Der Vorstand ist zuversichtlich, dass der Aufschwung und die positive Unterstützung, die zu spüren sind, helfen, dass Probleme gemeinsam nachhaltig und langfristig angegangen und gelöst werden. «Solange wir alle diese Diskussionen sachlich und für das Pferd und den Pferdesport führen sowie transparent und klar miteinander kommunizieren, wird es eine positive Zukunft geben – für alle Beteiligten», meint Charles Trolliet, Präsident des SVPS.

Meinungsverschiedenheiten wird es deswegen immer noch geben und das ist auch gut so. Es geht vielmehr um die Art und Weise. Nicht Neid und Missgunst sollten die Pferdemenschen leiten, sondern Wohlwollen und Achtsamkeit – denn nur so erreichen sie auch mit ihren Pferden eine erfüllte und erfolgreiche Zusammenarbeit.

Nicole Basieux

Grafik: SVPS

Jürg Stahl ist neuer
Präsident von Swiss Olympic

Am 25. November haben die Delegierten der Mitgliedsverbände von Swiss Olympic anlässlich der 20. Versammlung des Sportparlaments Jürg Stahl zum neuen Präsidenten gewählt. Der 48-jährige Zürcher tritt per 1. Januar 2017 die Nachfolge von Jörg Schild an.

Swiss Olympic, Dachverband des Schweizer Sports und Nationales Olympisches Komitee, wird in den kommenden vier Jahren von Jürg Stahl präsidiert. Stahl setzte sich anlässlich der Wahl durch das Sportparlament gegen die Mitbewerber Werner Augsburger und Martin Landolt durch. Der 48-Jährige vereinte im ersten Wahlgang mit 240 von 444 gültigen Stimmen das absolute Mehr der Stimmen der Delegierten der 85 Mitgliedsverbände von Swiss Olympic auf sich und tritt damit per 1. Januar 2017 die Nachfolge von Jörg Schild an. Neben dem neuen Präsidenten Jürg Stahl hat das Sportparlament von Swiss Olympic auch die Mitglieder des Exekutivrats für die kommenden vier Jahre gewählt.

Weitere Informationen:
www.swissolympic.ch

Swiss Olympic