Schweizerischer Verband für Pferdesport SVPS

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Viele brennende Themen für die internationale Pferdesportpolitik - ein Doppelinterview

11 Februar 2019 08:00

Der Schweizerische Verband für Pferdesport ist international vernetzt und auch sportpolitisch in den verschiedenen übergeordneten Verbänden involviert und aktiv. Viele - sehr viele - Themen wollen und müssen bearbeitet, diskutiert und weiterentwickelt werden. Keine einfache Aufgabe, dafür eine sehr interessante.

Nayla Stössel Nayla Stössel

Claude Nordmann Claude Nordmann

Claude Nordmann ist bereits seit 2003 Vorstandsmitglied des Schweizerischen Verbands für Pferdesport SVPS und seit 2008 zuständig für das Ressort Internationales. Nun findet auf die kommende Mitgliederversammlung des SVPS Anfang April die Stabübergabe an seine Nachfolgerin, Nayla Stössel, statt. Auch sie ist im Pferdesport als OK-Präsidentin des CSIO St. Gallen, Vorstandsmitglied im Europäischen Pferdesportverband (EEF) und Mitglied des Nominierungskomitees der FEI keine Unbekannte. Um einen reibungslosen Übergang zu gewährleisten, waren beide bereits zusammen an der Generalversammlung der FEI Ende November 2018 in Manama, Bahrein. Die Arbeit geht nicht aus. «Bulletin» hat mit den beiden Pferdesportpolitikern ein Doppelinterview geführt.

«Bulletin»: Was sind die Ziele (kurz-, mittel- und langfristig pferdesportpolitisch gesehen in Europa (EEF) und für den SVPS auf internationalem Niveau?

Claude Nordmann: Unser Sport ist momentan im Umbruch. Der Leistungssport, der direkt vom internationalen Verband FEI abhängt, muss sich diesen Veränderungen leider anpassen und die Zwänge der Show- und Businesswelt akzeptieren. Der Sport muss sich mehr und mehr den Erwartungen des Fernsehens, der Organisatoren und derer Suche nach Profit beugen. Das Verdienst der Reiter wird nicht immer anerkannt und es wird immer schwieriger, junge Talente zu fördern, wenn diese nicht finanziell unterstützt werden.

Dazu kommt, dass, an der Anzahl Reiter, Pferde oder internationaler Veranstaltungen gemessen, 80 bis 85% der Reitsportevents in Europa stattfinden, unser Kontinent aber seit rund 12 Jahren nur noch mit 25% der Stimmen im Rahmen des internationalen Verbandes FEI vertreten ist. Es ist also von grösster Wichtigkeit, dass Europa durch die EEF unsere Interessen bekannt macht und sie auf dieser Ebene auch besser vertritt.

Das Wohlergehen der Pferde soll das Hauptanliegen unserer Verbände sein und muss in allen Disziplinen respektiert werden. Konkrete und restriktive Massnahmen müssen in allen Disziplinen ergriffen werden damit sich unser Sport weiterentwickeln kann. Insbesondere die Missstände im Distanzreiten müssen ohne Rücksicht auf diejenigen, die den Reitsport im Allgemeinen gefährden, energisch bekämpft werden.

Nayla Stössel: Der Europäische Pferdesportverband hat die Aufgabe, den europäischen Pferdesport in seinen Interessen zu vertreten, dessen Fortschritt voranzutreiben und die Herausforderungen der Mitgliederverbände, welche stark divergieren können, zu adressieren. Das ist sowohl innenpolitisch im Kontinental-
raum zu verstehen, aber auch im globalen Kontext und dabei vornehmlich in Bezug auf die FEI.

Kurzfristig stehen Entwicklungen aus dem «Tagesgeschäft» aus verschiedenen Disziplinen auf der Agenda. So beispielsweise die Entwicklungen um den Nationenpreis oder auch die leider immer noch bedenklich stimmenden Vorkommnisse im Distanzreiten. Mittelfristig gilt es diese Rolle als Einheit für den kontinentaleuropäischen Raum zu stärken. Langfristig und in Hinblick auf die globale Entwicklung des Pferdesports gibt es strategische Abwägungen, inwiefern die EEF sich zu einem aktiven verwaltenden Verband verändern kann. Konkret: Die EEF beschäftigt sich unter anderem damit, ob und wie sie in Zusammenarbeit mit der FEI zunehmend europäische Wettkämpfe beaufsichtigen und führen kann.

Claude Nordmann: «Das Wohlbefinden der Pferde soll das Hauptanliegen unserer Verbände sein und muss in allen Disziplinen respektiert werden. Foto: FEI Claude Nordmann: «Das Wohlbefinden der Pferde soll das Hauptanliegen unserer Verbände sein und muss in allen Disziplinen respektiert werden. Foto: FEI

Nayla Stössel, Sie sind Mitglied im Vorstand der EEF - was sind Ihre Ziele dort?

Klar gilt es für mich, Anliegen und Interessen des Schweizerischen Pferdesports zu vertreten. Darüber hinaus wurde im Vorstand und insbesondere mit dem neuen Präsidenten, Theo Ploegmakers, die Organisationsentwicklung als solche zum Ziel erklärt. Ich nehme mich neu der Kommunikation des Verbandes an, auch da gilt es die interne, wie die externe Dimension zu beleuchten. Es geht einerseits um die Informationspolitik mit den Mitgliederverbänden, andererseits auch um punktuelle Öffentlichkeitsarbeit. Was viele nicht wissen: Die EEF ist ein relativ junger Verband mit einer sehr schlanken Organisation. Den kommunikationstechnisch steigenden Ansprüchen mit den verfügbaren Ressourcen gerecht zu werden, ist eine meiner Aufgaben.

Wie läuft diesbezüglich die Arbeit mit der FEI?

Nayla Stössel: Die Zusammenarbeit und der Austausch mit der FEI finden insbesondere durch die Repräsentanten des EEF-Vorstands statt.

Claude Nordmann: Die Beziehungen sind freundschaftlich, jedoch sind wir nur einer von 140 Verbänden mit einer relativ beschränkten Anzahl international lizenzierter Reiter. Wir müssen also mit den anderen europäischen Verbänden zusammenarbeiten, um uns Gehör zu verschaffen.

Was für einen Stellenwert hat die EEF in der FEI?

Nayla Stössel: Es gibt eine Vereinbarung für die Zusammenarbeit (Memorandum of understanding MoU - Absichtserklärung) zwischen der EEF und FEI. In erster Linie geht es dabei um die gegenseitige Anerkennung. Diese Anerkennung haben wir dadurch manifestiert, dass es nun eine europäische Regionalgruppe in der FEI gibt. In Belangen des europäischen Sports stimmt sich die FEI mit der EEF ab. Die Stimme Europas wird wieder mehr und mehr gehört und das ist auch unser Anspruch.

Claude Nordmann: Der europäische Verband ist relativ jung. Er wurde vor kurzem als einziger Vertreter der nationalen Verbände unseres Kontinents anerkannt. Jedoch verfügt er noch nicht über ausreichend Mittel, um alle Aufgaben einer kontinentalen Föderation, wie zum Beispiel die Veranstaltung europäischer Meisterschaften in allen Disziplinen, die Interessensvertretung der Reiter und Besitzer für den Transport und Handel von Pferden auf kontinentaler Ebene usw. voll und ganz auszuüben

Was gibt es für aktuelle Projekte?

Claude Nordmann: Unsere grösste Sorge ist momentan die Disziplin Endurance. Der SVPS engagiert sich seit über sechs Jahren dafür, dass Reformen durchgesetzt, das Wohlergehen und die Gesundheit der Pferde als zentrale Anliegen gesehen und die Missstände, die vor allem im Nahen Osten festzustellen sind, endlich bestraft werden. Die FEI hat einen Ad-hoc-Ausschuss ernannt, um bekannte Missbräuche zu bekämpfen und die Grundlagen der nötigen Reformen für die Verbesserung des sportlichen Wertes dieser Disziplin zu legen. Es handelt sich dabei um eine schwierige Aufgabe, unter anderem wegen der hohen Anzahl und der Schwere der Missstände, der in der Mentalität verankerten schlechten Gewohnheiten sowie der finanziellen Aspekte. Es handelt sich dabei auch um eine Frage der Kultur.

Man könnte ebenfalls das Problem der Einladungen an grosse Springsportveranstaltungen nennen, aber auch die Entwicklung der Bewertung von Dressurprüfungen, die Frage der Unfallverhütung in der Vielseitigkeit sowie die Integration der Disziplin Reining in der FEI.

Quo vadis Endurance? Die Herausforderungen im Distanzreiten sind nach wie vor gross. Foto: FEI Quo vadis Endurance? Die Herausforderungen im Distanzreiten sind nach wie vor gross. Foto: FEI

Mit welchen Problemen sieht sich der SVPS, bzw. auch die EEF konfrontiert? Wie geht er bzw. sie diesbezüglich vor?

Nayla Stössel: Die Herausforderungen gehen oft aus der Tatsache hervor, dass der Entwicklungsgrad des Sports im internationalen Vergleich grosse Differenzen aufweist und sich in der Konsequenz auch unterschiedliche Handlungsfelder ergeben. Der weltweite Transport und die Verzollung sowie die Registrierung der Sportpferde, Dopingrichtlinien, Sportreglemente in den verschiedenen Disziplinen, die Sicherstellung von Rekrutierung/Ausbildung und letztlich der Qualität der Funktionäre in unterschiedlichen geopolitischen Realitäten, alle diese Elemente gilt es zu koordinieren und zu entwickeln.

Die EEF und auch die Schweiz als Mitgliederverband begegnen beispielsweise der Aufgabe des Know-How-Transfers im Rahmen des EEF-Brotherhood Programms.

Claude Nordmann: Es gibt viele noch offene Fragen neben den Problemen des Distanzreitens. So möchte man zum Beispiel noch eine effiziente und dauerhafte Lösung zur Festigung der Nationenpreise finden, die Verzerrung des Konkurrenzkampfes zwischen den verschiedenen 5* Serien im Springreiten beseitigen, das Rankingpunktesystem im Springen reformieren damit die erforderlichen Punkte nicht über den Kauf von Startmöglichkeiten erworben werden können, die Entwicklungen im Dressursport verfolgen und den Wert von Beurteilungen erhalten damit diese nicht Showzwecken oder den Einschaltquoten zum Opfer fallen, usw. Wir versuchen, unsere Ansicht zu vertreten indem wir uns in verschiedenen Arbeitsgruppen beteiligen, bei der FEI direkt das Wort ergreifen und versuchen, uns mit anderen Ländern zusammenzuschliessen, um unsere Ideen zu verteidigen.

Was gibt es für Lösungsansätze?

Claude Nordmann: Ich persönlich denke, dass es für den SVPS allein schwierig wird, eine Lösung für die zahlreichen Probleme zu finden. Er kann sich hingegen in den Kreisen engagieren, die dazu beauftragt wurden, akzeptable Lösungen zu finden: Was besteht, ist, dass wir unbedingt die Qualität unseres Sportes verteidigen und sich unsere Vertreter dafür einsetzen müssen, dass die sportlichen Werte den finanziellen und kommerziellen Interessen gegenüber Vorrang haben.

Welche Ziele wurden in den letzten Jahren erreicht?

Nayla Stössel: Die EEF hat mit der eigenverantwortlichen Beaufsichtigung der Balkan Championships den regionalen Sportaktivitäten Rechnung getragen. 2018 wurden unter der Schirmherrschaft der EEF in drei Disziplinen - Springen, Dressur und Fahren - erfolgreich Meisterschaften durchgeführt. Gemeinsam mit den Organisatoren der Longines Masters Serie wurde mit dem Masters Riders Cup, der im vergangenen Dezember nun schon zum zweiten Mal durchgeführt wurde, ein Produkt geschaffen, der uns als kontinentale Sportcommunity präsentiert. Das Europäische Team mit dem Equipenchef Philippe Guerdat ging dabei beide Male erfolgreich aus dem Wettbewerb mit dem Team USA hervor.

Claude Nordmann: Es wurden viele Fortschritte gemacht, ein internationaler Verband muss sich jedoch fortlaufend anpassen und die Geschehnisse auf allen fünf Kontinenten verfolgen. Die Gründung der EEF ist eine von uns in die Wege geleitete Verwirklichung unsere Wünsche, die sich nun langsam - oder vielleicht zu langsam - entwickelt. Man kann ohne Übertreibung sagen, dass die Meinung des SVPS immer zur Kenntnis genommen und den europäischen Stellungnahmen integriert wird, von einer konkreten Zielerreichung zu sprechen wäre jedoch übertrieben.

Nayla, Stössel, Sie übernehmen das Amt von Claude Nordmann im Vorstand des SVPS.
Was nehmen Sie sich vor? Was liegt Ihnen besonders am Herzen?

Mit Claude Nordmann war ein sehr sachkundiger und erfahrener Vertreter des Schweizer Verbandes für die internationalen Belange im Amt. Ich selbst sehe meine Stärken und auch Aufgaben insbesondere im Fortführen der vom gesamten Vorstand definierten Agenda. Ich werde mich mit allen Disziplinen über deren aktuelle Herausforderungen abstimmen. Ich erwarte mir mit dem Vorstand die klaren Stossrichtungen, Prioritäten und Zielsetzungen zu definieren und verstehe mich dann als Aussenministerin, die diese zu verfolgen, umzusetzen und zu erreichen hat.

Nayla Stössel: «Das Problem ist meines Erachtens nicht die GCT oder GCL selbst, sondern vielmehr die Tatsache, dass eine stark kommerzialisierte Turnierserie den traditionellen Anlässen, die sich an sportlichen Teilnahmekriterien orientieren, gleichgestellt wird. Foto: FEI Nayla Stössel: «Das Problem ist meines Erachtens nicht die GCT oder GCL selbst, sondern vielmehr die Tatsache, dass eine stark kommerzialisierte Turnierserie den traditionellen Anlässen, die sich an sportlichen Teilnahmekriterien orientieren, gleichgestellt wird. Foto: FEI

Claude Nordmann: Wo haben Sie als Vertreter des SVPS am meisten Einfluss nehmen können im internationalen Pferdesport?

Ich bin bestimmt nicht derjenige, der diese Frage am besten beantworten kann. Ich habe immer versucht, in unserem Interesse einzugreifen. Ich kann aber nicht sagen, wann genau unser Wirken ausschlaggebend war. Es geht nämlich immer darum, Ländergruppen mit den gleichen Interessen zu bilden und so unsere Forderungen durchzusetzen.

Nayla Stössel: Claude Nordmann hat in Bezug auf das Thema «Clean Endurance» sehr viel versucht zu bewegen und Einfluss zu nehmen… Was nehmen Sie sich diesbezüglich vor?

Unter der EEF wurde kürzlich eine neue engagierte Arbeitsgruppe, mit Quentin Simonet (FRA) als deren Vorsitzender, etabliert. Claude Nordmann ist dort drin der Schweizer Vertreter. Die Herausforderungen im Distanzreiten sind nach wie vor gross.

Und was ist betreffend Global Champions Tour (GCT) und Global Champions League (GCL)...?

Das Problem ist meines Erachtens nicht die GCT oder GCL selbst, sondern vielmehr die Tatsache, dass eine stark kommerzialisierte Turnierserie den traditionellen Anlässen, die sich an sportlichen Teilnahmekriterien orientieren, gleichgestellt wird. Es wird sich zeigen, ob hier schon das letzte Wort gefallen ist.

Der SVPS will als gutes Beispiel vorangehen und eine Vorbildfunktion einnehmen. Wie sehen Sie Ihre Arbeit aus diesem Blickwinkel, also betreffend Ethik?

Claude Nordmann: Das Wohlergehen der Pferde ist ein Hauptanliegen unseres Verbandes und der SVPS ist sich bewusst, dass unser Sport sich nur durch die vollständige Achtung des Pferdes weiterentwickeln und neue Anhänger gewinnen kann. Dies ist ebenfalls eine ständige Beschäftigung der FEI, jedoch kann diese aufgrund ihrer Trägheit die gleichen Regelungen nicht so schnell durchsetzen wie die Schweiz. Auch ist leider festzustellen, dass offensichtliche und unverzüglich einzuführende Fortschrittsmassnahmen nicht sofort eingeführt werden, wie es beim Verbot der Hinterbeingamaschen der Fall war, wo die FEI eine mehrstufige Lösung eingeleitet und eine Vielzahl an Gamaschen erlaubt hat, was das Verbot wirkungslos gemacht hat. Bis jetzt hat die FEI ihren Entscheid noch nicht gerechtfertigt, obwohl die negativen Auswirkungen dieser Gamaschen bewiesen sind und deren Anwendung bei allen Pferden erst ab 2021 bestraft wird!

Im Endurance-Sport hat unser Verband auch mehrfach eingegriffen, damit die FEI dafür sorgt, dass die Reglemente eingehalten und das Wohlsein der Pferde während der Rennen geschützt werden. Hier fehlt es jedoch auch am Willen, mit Entschlossenheit einzugreifen, damit der Schutz der Tiere weltweit und für alle an oberster Stelle steht, was vielleicht auf Interessenskonflikte zurückzuführen ist. Wenn wir das Image unseres Sportes verbessern wollen, müssen alle Fragen in Bezug auf Ethik und Tierschutz untersucht und effiziente Lösungen vorgeschlagen werden.

Nayla Stössel: Ich glaube, die Diskussion um Ethik in unserem Sport wird noch an Wichtigkeit zunehmen - und zwar auf allen Ebenen. Wir müssen das Thema gesamtheitlich betrachten. Der korrekte Umgang mit dem Pferd beginnt «in der Kinderstube» oder sinngemäss in den Reitställen und privaten Anlagen. Ob Freizeitreiten oder Leistungssport, die Ethik gilt es an der Basis bis zur Spitze zu bewahren. Reglemente allein sind noch nicht der Garant für ethischen Sport, auch deren Kontrolle und Verhältnismässigkeiten gilt es ständig zu überwachen und nach Notwendigkeit anzupassen. Für die Einzigartigkeit des Pferdesports, wo Mensch und Tier in Harmonie Leistung erbringen sollen, Aufmerksamkeit zu schaffen, wie es beispielsweise auch mit der «Two-Hearts-Campaign» der FEI gemacht wurde, sind ebenso wichtig, wie die stufengerechte Anwendung von Regeln, bzw. Verboten.

Es wurden viele Fortschritte gemacht, ein internationaler Verband muss sich jedoch fortlaufend anpassen und die Geschehnisse auf allen fünf Kontinenten verfolgen. Foto: FEI Es wurden viele Fortschritte gemacht, ein internationaler Verband muss sich jedoch fortlaufend anpassen und die Geschehnisse auf allen fünf Kontinenten verfolgen. Foto: FEI

Claude Nordmann: Was bleibt Ihnen in besonderer Erinnerung als Vertreter des SVPS im internationalen Pferdesport?

Der bereichernde Umgang mit vielen Pferdemenschen aller Kontinente, aber auch die grosse Trägheit der internationalen Verbände.

Claude Nordmann: Was wünschen Sie Ihrer Nachfolgerin im Speziellen und dem internationalen Pferdesport im Allgemeinen für die Zukunft?

Natürlich viel Erfolg für die Interessensvertretung des SVPS. Vor allem auch, dass sie die Leitsätze des SVPS verteidigt und wirkungsvoll alle Interessenskonflikte, die es in unserem Sport gibt, bekämpfen kann. Die Bedürfnisse des SVPS und seiner Athleten sollten die einzigen Beweggründe ihres Handels sein.

Claude Nordmann: Werden Sie sich weiterhin in irgendeiner Art und Weise für den Schweizer und/oder internationalen Pferdesport einsetzen?

Ja, ich bleibe als internationaler Richter im Springsport aktiv und werde mich ebenfalls noch an verschiedenen Arbeitsgruppen der EEF beteiligen, dies vor allem in den Disziplinen Endurance und Springen.

Nayla Stössel: Wie bringen Sie Ihr Engagement am CSIO St. Gallen, Ihr Privatleben und nun das Mandat des SVPS sowie der EEF und der FEI unter einen Hut?

Es ist intensiv, doch es ergeben sich auch immer mehr Synergien im Sinne der ganzheitlichen Auseinandersetzung mit dem Thema «Pferdesport». Durch die jahrelange Arbeit mit den Verbänden ist das Verständnis für deren Funktionsmodi, wie auch das persönliche Netzwerk gewachsen. Mit der persönlichen Begeisterung für die Sache und der Familie, die das ganze Engagement stützt, geht es.

Nicole Basieux

An der Anzahl Reiter, Pferde oder internationaler Veranstaltungen gemessen, finden 80 bis 85% der Reitsportevents in Europa statt, allerdings hat der Kontinent nur 25% der Stimmen in der FEI inne. Foto: FEI An der Anzahl Reiter, Pferde oder internationaler Veranstaltungen gemessen, finden 80 bis 85% der Reitsportevents in Europa statt, allerdings hat der Kontinent nur 25% der Stimmen in der FEI inne. Foto: FEI

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