Schweizerischer Verband für Pferdesport SVPS

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Von Bière nach Aarau zu Pferde

11 Juli 2022 09:00

50 Jahre ist es her, dass die Kavallerie der Schweizer Armee abgeschafft worden ist. Nun wollen die Schweizer Kavallerie-Schwadron 1972 und die Berner Dragoner 1779 zu diesem Anlass einen ganz speziellen Gedenkritt veranstalten. Das Ziel: mit 60 Pferden in acht Tagen eine Strecke von 225 Kilometern absolvieren.

Die Schweizer Kavallerie während des 1. Weltkriegs | © Schweiz. Eidgenossenschaft Die Schweizer Kavallerie während des 1. Weltkriegs | © Schweiz. Eidgenossenschaft

Es soll etwas Besonderes werden, und schaut man sich die Website dieses geplanten Anlasses an, dann darf man davon ausgehen, dass dies ein unvergessliches Abenteuer werden wird. «Bis zum 8. Juni hatten sich bereits 76 Reiter mit ihren Pferden angemeldet», freut sich Oberst Jürg Liechti vom Organisationskomitee. «Mehr können wir leider nicht mitnehmen, denn die Anzahl Betten in den Unterkünften ist einfach beschränkt.» Rund 92 Personen werden an diesem Gedenkritt dabei sein, Helfer mit eingerechnet. Obwohl der Ritt für jedermann und jedefrau offen ist, haben sich nur Männer angemeldet. Viele von den Teilnehmenden sind entweder Mitglied der Schweizer Kavallerie-Schwadron 1972 oder der Berner Dragoner 1779. Doch auch Kameraden aus dem Ausland werden anreisen. So eine Gruppe von zehn Personen des Deutschen Kavallerieverbands mit ihren Pferden sowie ein Team von sechs Personen aus dem Vereinigten Königreich.

 

Dienstbetrieb nach Kavalleriemanier

Die Absicht dieses Gedenkanlasses ist, zum 50-Jahr-Jubiläum einen mehrtägigen, anspruchsvollen Ritt mit militärischem Dienstbetrieb nach Kavalleriemanier durchzuführen. Geritten wird in Originalausrüstung, übernachtet wird in Armeeunterkünften, verpflegt ab Feldküche.

Schaut man sich das aufgeschaltete Programm an, bleiben keine Zweifel, dass sich dies auch genauso abspielen wird. Ein weiterer wichtiger Punkt für die Organisatoren ist es, den, wie sie beschreiben, «grossartigen Geist der Kavallerie» weiterzugeben sowie vereinsübergreifend die militärische Reitertradition zu leben und die Kameradschaft zu pflegen.

 

Bis 30 Kilometer pro Tag

Gestartet wird am Samstag, 17. September 2022, auf dem Artilleriewaffenplatz in Bière, wobei die Reiter und ihre Pferde bereits am Tag zuvor anreisen. Jeden Tag werden so zwischen 20 bis 30 Kilometer quer über den Jurabogen absolviert. In acht Tagen soll der Tross dann auf dem Waffenplatz in Aarau ankommen. Dort haben in den vergangenen Jahren bereits eintägige Jubiläumsanlässe zur Abschaffung der Kavallerie in der Schweizer Armee stattgefunden, mehrheitlich mit Vorführungen. Dieser 50-Jahre-Gedenkritt wurde übrigens auch von der Schweizer Armee bewilligt und wird im Rahmen der ausserdienstlichen Tätigkeiten auch grosszügig unterstützt.

 

Nachwuchs gewinnen

Auch wenn das Durchschnittsalter eher hoch ist - der älteste Teilnehmer ist 80 Jahre alt, gibt es dennoch auch den einen oder anderen jüngeren Mitreiter in den 30er-Jahren. Unter anderem ein Ziel dieses Gedenkritts ist es jedoch, vermehrt Nachwuchs für die ausserdienstlichen, historischen Kavallerievereine zu interessieren und zu gewinnen. Interessierte aus der Öffentlichkeit können während des Anlasses den Ritt auf der Strecke verfolgen und die Feldlager besuchen.

Nicole Basieux

Die Schweizer Kavallerie während des 1. Weltkriegs | © Schweiz. Eidgenossenschaft Die Schweizer Kavallerie während des 1. Weltkriegs | © Schweiz. Eidgenossenschaft

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