Schweizerischer Verband für Pferdesport SVPS

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Keine Änderungen betreffend Kompetenzen der Regionalverbände

21 Mitgliederverbände waren an der Versammlung vertreten. 21 Mitgliederverbände waren an der Versammlung vertreten.

Die Vertreter von 21 Mitgliederverbänden haben sich zur Ordentlichen Mitgliederversammlung des Schweizerischen Verbandes für Pferdesport SVPS in Bern getroffen. An dieser Versammlung standen zwei Anträge vom OKV und einer vom ZKV, die Rechnung und der Jahresbericht 2016 sowie verschiedene Ehrungen im Vordergrund.

Ende Januar reichten der Verband Ostschweizerischer Kavallerie- und Reitvereine (OKV) und der Zentralschweizerische Kavallerie- und Pferdesportverband (ZKV) gemeinsam ein Antragsschreiben beim SVPS ein. Inhaltlich ging es um statutarisch vorgesehene Ausdehnung der Kompetenzen der Regionalverbände innerhalb des SVPS. Im Speziellen sollen (ZITAT aus Antrag 1, 1.1 Variante OKV) «alle Geschäfte exklusive Wahlen und Finanzen letztinstanzlich durch die Regionalverbände behandelt werden und jeder Regionalverband soll das absolute Vetorecht haben». Weiter sollen (ZITAT aus Antrag 2) «sämtliche Personalentscheide von Kommissionen und Disziplinleitungen durch die Mitgliederversammlung vorgenommen werden».

Bereits an der Präsidentenkonferenz vom 8. Februar sprachen sich mehrere Mitglieder wie auch der Vorstand gegen diese beiden Anträge aus. Daher erstaunt die Reaktion an der Mitgliederversammlung nicht. Diese waren in der Mehrheit negativ: Sie lehnte beide OKV-Anträge ab. Einzig der OKV stimmte dafür.

Zugriff auf Dokumente begrüsst

Weiter kam ein Antrag des ZKV zur Abstimmung. In diesem geht es in erster Linie um eine Dokumentenablage, auf die von verschiedenen Personen der Mitgliederverbände zugegriffen werden kann. An der Präsidentenkonferenz hatten sich mehrere Mitglieder und auch der Vorstand positiv zu diesem Vorschlag geäussert. Er wurde denn auch einstimmig angenommen. Ziel ist es nun, Vorschläge und Offerten für die Realisierung dieses Projekts einzuholen.

Finanzen auf gutem Weg

Der Jahresabschluss 2016 schliesst mit einem negativen Ergebnis von CHF -41‘348. Dies steht einem budgetierten Verlust per 31.12.2016 von CHF -54‘175 gegenüber. Neben der Rechnung sowie den Jahresberichten 2016 der Vorstandsmitglieder, Kommissions- sowie Disziplinleiter hat die Mitgliederversammlung auch der Gebührenordnung 2017 zugestimmt. Letztere sieht lediglich formelle Anpassungen bezüglich der Mehrwertsteuer vor.

Langjährige Fachleiterin Pferdesport J+S geehrt

Der Präsident, Charles Trolliet, verdankte im Namen des ganzen Verbandes die langjährige Fachleiterin Pferdesport J+S, Heidi Notz. Ruedi Schatzmann, der ehemalige stellvertretende Generalsekretär des SVPS, hielt eine bewegende Laudatio über die Arbeit von Heidi Notz, die «Reiten» als J+S Sport begründete. Seit Anfang der 90er-Jahre, seit es J+S Pferdesport überhaupt gibt, ist Heidi Notz die Fachleiterin Jugend+Sport für die Sportart Pferdesport gewesen. Sie ging im letzten Jahr in Rente, was bedeutete, dass ihr Posten neu besetzt wurde – so sieht es das Bundesamt für Sport vor. Die neue Fachleiterin ist Patricia Balsiger. Heidi Notz bleibt Verantwortliche für den J+S Pferdesport Kindersport.

Informationen zum Projekt Ausbildung

Vorstandsmitglied Martin Habegger, zuständig für die Aus- und Weiterbildung sowie Nachwuchsförderung des SVPS, informierte die Anwesenden über den Stand des Projekts Ausbildung. Dieses beinhaltet eine Umstrukturierung beim Brevet- und Lizenzwesen. Im Wesentlichen soll ein neues Brevet Wettkampf geschaffen werden, das die Inhaber gezielt auf Turnierstarts vorbereitet. Ein Attest Grundausbildung soll zusätzlich eingeführt werden, für Personen, die nicht zwingend Reiten oder Fahren, jedoch Wissen rund um das Pferd erlangen wollen. Die Einführung der neuen Strukturen ist für 2019 geplant.

Hippolini®: Neues Teilmitglied des SVPS

Hippolini® ist eine pädagogische Reitlehrmethode im Pferdesport. Bei dieser stehen die Bedürfnisse des Vierbeiners wie auch des Kindes im Vordergrund. Diese Reitpädagogik wurde 1996 von der Pädagogin und psychologischen Beraterin Jeannette Wilke in Deutschland entwickelt, viele Jahre erprobt und angewandt. Seit 2004 besteht das Hippolini® Institut, von welchem aus sich die Methode über Deutschland in die Schweiz und Österreich sowie Italien und Frankreich verbreitet hat. Die Mitgliederversammlung des SVPS hat dem Beitritt von Hippolini® ohne Gegenstimme Ja gesagt.

SVPS gegen Harmonisierung der Nenngelder internationaler Turniere

Im Vorfeld der Mitgliederversammlung fand sich der Vorstand zu einer Sitzung zusammen. Dort kam es zur Diskussion betreffend der Positionierung des Schweizerischen Verbands für Pferdesport gegenüber der FEI. Im Hinblick auf das nächste «Sports Forum» im April hat die FEI den nationalen Verbänden ein von der Allianz der Veranstalter von Springturnieren (AJO) erarbeitetes Projekt der weltweiten Harmonisierung der Nenngelder vorgelegt. Der SVPS ist entschieden gegen die Anpassungen der europäischen Gebühren an das amerikanische Modell.

Fahren: Neue L-Schweizermeisterschaft

Weiter hat der Vorstand dem Vorschlag der Vertreter der Regionalverbände zu einer erstmaligen Durchführung sowie dem Reglement für die L-Schweizermeisterschaft Fahren zugestimmt. Diese findet nun 2017 zum ersten Mal in Niederwil bei Andelfingen vom 24. bis 27. August zusammen mit den anderen Schweizermeisterschaften Fahren statt. Das entsprechende Reglement und die Qualifikationsbedingungen sind in Kürze (Woche vom 3. April) zu finden unter www.fnch.ch > Disziplin Fahren > Reglemente.

Die Herbst-Mitgliederversammlung des SVPS findet am Samstag, 21. Oktober 2017 statt. Die nächste Ordentliche Mitgliederversammlung ist am Samstag, 7. April 2018 geplant.

Weitere Informationen:

Charles F. Trolliet, Präsident SVPS
Tel. +41 79 205 32 91, E-Mail: trolliet@swissonline.ch

Laudatio für Heidi Notz von Ruedi Schatzmann (rechts). Laudatio für Heidi Notz von Ruedi Schatzmann (rechts).

Heidi Notz. Heidi Notz.

Voltigegruppe Montmirail. Voltigegruppe Montmirail.

Albert Lischer, Bryan Balsiger und Charles Trolliet (v.l.n.r.). Albert Lischer, Bryan Balsiger und Charles Trolliet (v.l.n.r.).