Bis kurz vor Schluss des Geländetages in Luhmühlen sah es gut aus für das Schweizer Team. Alle hofften auf ein weiteres gutes Resultat von Tiziana Realini mit Toubleu de Ruiere, doch es sollte kurz vor Schluss anders kommen.
Als erste Schweizerin ritt Caroline Gerber mit Tresor de Chignan CH ins anspruchsvolle Luhmühlener Gelände. Am ersten Wasserhindernis verlor sie etwas ihre Linie und musste deshalb die Alternative reiten. Danach lief es besser. «Dies ist unser erstes Championat, wir haben noch keine so schweren und langen Prüfungen bestritten, aber Tresor hat toll mitgemacht. Die 20 Strafpunkte am ersten Wasser tun mir leid für das Team», sagte die Reiterin.
Es folgte Robin Godel mit Grandeur de Lully CH. Auch er hatte eine kurze Schrecksekunde am ersten Wasser, überstand dies aber und blieb danach in der Folge souverän fehlerfrei. «Grandeur ist nicht gerade als allzu schnelles Pferd bekannt, aber heute hat er richtig super mitgezogen – ich war nur zwei Sekunden über der Zeit» freute sich der 21-jährige Freiburger.
Danach folgten die zwei Schweizer Einzelreiterinnen: Roxane Gonfard mit Opi de Saint Leo hatte einen Runout zu verzeichnen, Camille Guyot mit Ulsan de Lacorée zwei, beendeten aber die Prüfung problemlos.
Eine «Runde wie am Schnürchen» zeigte Felix Vogg mit Archie Rocks. Er blieb 25 Sekunden unter der Zeit und war sehr zufrieden mit der Leistung seines Pferdes. «Ich reite Archie erst seit einem guten halben Jahr, er ist einfach genial. Für ihn fühlte es sich schon fast einfach an».
Tiziana Realini mit Toubleu de Rueire begann super, kam aber an Hindernis 20B zu Fall. Dieses bunte Vogel-Hindernis gegen Ende des anstrengenden Kurses wurde etlichen Paaren zum Verhängnis: nicht weniger als 6 Ausschlüsse waren hier zu verzeichnen.
Equipenchef Dominik Burger ist trotzdem stolz auf sein junges Team, alle Schweizer haben sich in einem sehr positiven Licht gezeigt und gekämpft.
Die Schweizer Gelände-Coaches Andrew Nicholson und Peter Hasenböhler sind sich einig, dass die Strecke sehr anspruchsvoll, aber fair und championatswürdig war.
Die Schweiz liegt nun auf Rang 8, es führt weiterhin Deutschland vor Grossbritannien und Frankreich. Morgen Nachmittag folgt nun noch das abschliessende Springen.
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