Schweizerischer Verband für Pferdesport SVPS

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WM Herning 2022 – Die Schweizer Dressurequipe erreicht den14. Teamrang

07 August 2022 20:50

Am zweiten Wettkampftag der Dressurreiter ging es bereits um die ersten Medaillen. 19 Nationen kämpften um einen der begehrten Plätze auf dem Podest. Die Schweizer Equipe mit Gilles Ngovan, Delia Eggenberger, Charlotte Lenherr und Carla Aeberhard zeigten eine solide Teamleistung und erreichten den 14. Rang in der Teamwertung. Leider schaffte kein Schweizer Reiter die Qualifikation für den Grand Prix Spécial.

Am zweiten Wettkampftag war es an den beiden letzten Schweizer Reiterinnen Charlotte Lenherr und Carla Aeberhard, im Grand Prix eine möglichst gute Leistung ins Viereck zu zaubern. Kurz vor dem Mittag ritt Tiggy Lenherr den 12 Jahre alten Oldenburgerwallach Sir Stanley W im Besitz von Jürg Lenherr und Srboljub Kolicic bei eher kühlen Temperaturen in das bereits gut besetzte Dressurstadion. Das Paar zeigte eine harmonische und exakt gerittene Prüfung, welche aber vom Gesamteindruck etwas aktiver hätte sein können. Höhepunkt waren die Trabtraversalen und die Galopppirouetten. Teure Abzüge gab es für Fehler in der Galopparbeit, sowohl zum Ende der Zick-Zack-Traversale und zu Beginn der Einerwechsel. Zum Schluss erschien eine Note von 66.553 % auf dem Bildschirm. Tiggy Lehnherr, welche als Reservereiterin in Herning angetreten war, war nach ihrem Ritt etwas enttäuscht: «Stanley war vom Stadion sehr beeindruckt, da er nervlich nicht der Stärkste ist. Ich hatte nicht alles so ganz unter Kontrolle, wie ich mir das mit ihm gewohnt bin. Bei den Galopptraversalen schaute er stark nach vorne und wir haben den Fokus und die Konzentration verloren. Dann hatte ich nicht genügend Zeit bis zum Beginn der Einerwechsel, um ihn wieder «einzufangen». Ich bin schon etwas traurig, dass genau die zwei Lektionen, die sehr teuer sind und doppelt zählen und die wir normalerweise sehr gut können, bachab gegangen sind. Gerne hätte ich es für die Schweiz besser machen wollen.»

Charlotte Lenherr auf Sir Stanley W (Bild: Stefan Lafrentz) Charlotte Lenherr auf Sir Stanley W (Bild: Stefan Lafrentz)

Das letzte Schweizer Paar am Start, Carla Aeberhard und Delioh von Buchmatt CH im Besitz von Jörg und Manuela Aeberhard, musste nur in der Piaffe etwas kämpfen, um genügend Aktivität zu erhalten und die Übergänge sauber hinzubekommen. Ansonsten lieferten die beiden eine äusserst elegante, harmonische Vorstellung ohne jeglichen Fehler, mit sauber gesprungen Wechseln und schönen, regelmässigen Pirouetten. Die ganze Vorführung wirkte souverän und sicher und wurde von den Richtern mit 68.867 Prozent bewertet. «Delioh hat selten in einer Prüfung so gut auf mich gehört wie heute in diesem beeindruckenden Stadion. Er war voll bei mir und total fokussiert. Ich glaube, das war heute auch das Beste für mich an unserer Leistung, dass er aufmerksam war und sich so toll reiten liess. Klar wären wir gerne noch etwas ausdrucksvoller unterwegs gewesen. Am liebsten würde ich gleich noch mal einreiten», freute sich Carla Aeberhard nach ihrem Ritt.

Carla Aeberhard auf Delioh von Buchmatt CH (Bild: Stefan Lafrentz) Carla Aeberhard auf Delioh von Buchmatt CH (Bild: Stefan Lafrentz)

Auch die Equipenchefin Ruth Haas zog ein Fazit nach dem zweiten Tag: «Wir sind zufrieden mit der Gesamtleistung des Teams, alle waren locker aber fokussiert unterwegs und haben sich gegenseitig gut unterstützt. Gleichzeitig sieht man natürlich auch, wie viel wir noch leisten müssen, um vorne mitzumischen».

In der Teamwertung erreichte die Schweizer Equipe eine Gesamttotal von 207.019 Punkten, was den 14. Rang an diesen Weltmeisterschaften bedeutet. In der Einzelwertung klassierten sich die Schweizer auf den Rängen 49. (Gilles Ngovan), 53. (Delia Eggenberger), 54. (Carla Aberhard),  und 73. (Charlotte Lenherr).

Sieger und Weltmeister in der Teamwertung wurde das Heimteam aus Dänemark, vor Grossbritannien und Deutschland.

Mit dem zweiten Grand Prix Tag beendet die Schweizer Dressur-Delegation die Weltmeisterschaften 2022 in Herning, da es für die Schweiz in der Einzelwertung keine Klassierung in den 30 Besten gab, welche für eine Qualifikation für den Grand Prix Spécial notwenig gewesen wäre.

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